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Bewerberqualität: Sechs von zehn Arbeitgebern stellen Verbesserung fest

Kandidat im Lichtkegel, von rechts kommen Hände ins Bild, die Bewertungen von 8 bis 10 hochhalten
Kleiner Trost in Zeiten, in denen es für manche Jobs an Kandidaten mangelt: Die Qualität der Bewerber ist gestiegen.
Foto: © wei/Fotolia.de

60 Prozent der Unternehmen weltweit geben an, dass ihre Bewerber derzeit qualitativ besser sind als noch vor fünf Jahren. 15 Prozent der Arbeitgeber stellen sogar einen deutlichen Anstieg der Bewerberqualität fest.

Südamerika und Asien vorneweg

Die stärkste Entwicklung hat Südamerika zu verzeichnen, wo vier von fünf Unternehmen eine Verbesserung sehen. Auch Asien liegt über dem internationalen Schnitt; dort treffen rund zwei Drittel (65 Prozent) der Unternehmen auf bessere Bewerber als im Jahr 2013. Europa liegt leicht unter dem Mittelwert von 60 Prozent: 57 Prozent der Firmen sagen, dass Bewerber heute eine bessere Qualität aufweisen; immerhin 16 Prozent konstatieren eine deutlichen Anstieg. In Nordamerika ist es etwas weniger als jedes zweite Unternehmen (49 Prozent), das eine höhere Bewerberqualität vorfindet. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Befragung von > Korn Ferry Futurestep. Dafür wurden weltweit 770 Personalverantwortliche befragt.

Besonders die aufstrebenden Märkte in Südamerika und Asien profitierten von einer stärkeren Professionalisierung der Ausbildung von Mitarbeitern und einer immer breiteren Schichten zugänglichen akademischen Bildung, kommentiert Jan Müller, Managing Director EMEA bei Korn Ferry Futurestep, die Studienergebnisse.

In Europa erhält jedes zwölfte Unternehmen schlechtere Bewerbungen

Die Untersuchung zeigt jedoch auch, dass global jedes zehnte Unternehmen heute schlechtere Bewerbungen erhält als vor fünf Jahren. In Europa machen acht Prozent der Arbeitgeber diese Erfahrung. In Asien sind es elf Prozent der Firmen, bei denen qualitativ weniger hochwertige Bewerbungen eingehen – der höchste Anteil der Studienteilnehmer insgesamt.

Hohe Arbeitgeberattraktivität, bessere Bewerber

Dass rund zehn Prozent der Unternehmen aktuell schlechtere Bewerber haben, zeigt laut Jan Müller, dass insbesondere das Thema Arbeitgebermarke und -attraktivität heute eine entscheidende Rolle spielt. Top-Kandidaten wüssten um ihren Marktwert und schauten sich potenzielle Arbeitgeber sehr genau an, bevor sie sich bewerben. Unternehmen, die nicht überzeugen könnten, würden es künftig noch deutlich schwerer haben, Kandidaten, die wirklich Potenzial haben, für eine Bewerbung zu begeistern, so Müller.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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