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Jobportale bekommen bei der Rekrutierung mehr Konkurrenz

Eine Frau flüstert einem Manager etwas ins Ohr, im Hintergrund symbolisch Menschennetzwerk
Fast jedes zweite Unternehmen setzt bei der Rekrutierung inzwischen auf Mitarbeiterempfehlungen.
Foto: © vectorfusionart/StockAdobe

Jobportale verlieren zunehmend ihre dominante Stellung bei der Mitarbeitergewinnung. Während vor zwei Jahren noch 82 Prozent der Arbeitgeber über diesen Kanal Personal suchten, sind es derzeit nur noch 59 Prozent.

Unternehmen setzen stärker auf Mitarbeiterempfehlungen und Social Media

Aktuell zeichnet sich der Trend ab, dass Unternehmen mehr verschiedene Rekrutierungskanäle nutzen. Mittlerweile setzt fast jede zweite Firma (46 Prozent) auf Mitarbeiterempfehlungen und rund ein Drittel geht über soziale Medien auf die Suche – beide Kanäle haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Konstant geblieben mit 31 Prozent ist die Rekrutierung mit Hilfe externer Dienstleister. An Bedeutung verloren haben Printmedien, in denen aktuell nur noch 29 Prozent der Unternehmen Stellenangebote inserieren. Das sind Ergebnisse des HR-Reports 2019 von Hays und dem Institut für Beschäftigung und Employability (IBE). Dafür wurden 869 Mitarbeiter aus Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt, davon 17 Prozent Geschäftsführer, 22 Prozent HR-Führungskräfte, 40 Prozent Fachbereichsleiter sowie 21 Prozent Mitarbeiter ohne Personalverantwortung.

Jeder fünfte Arbeitgeber rekrutiert international, vor allem in Westeuropa

Jedes zweite befragte Unternehmen (51 Prozent) sucht regional nach neuen Mitarbeitern, 50 Prozent suchen deutschlandweit. Allerdings rekrutiert inzwischen jedes fünfte befragte Firma (20 Prozent) auch international; im Vorjahr war es noch rund jeder sechste Arbeitgeber (16 Prozent). Bei den Unternehmen, die im Ausland Mitarbeiter gewinnen wollen, ist Westeuropa mit 34 Prozent das bevorzugte Zielgebiet. Fast genauso viele (33 Prozent) suchen im deutschsprachigen Ausland. Auf Platz drei mit elf Prozent folgt Nordeuropa. In Südeuropa, Osteuropa sowie Nordamerika (USA und Kanada) wollen jeweils sechs Prozent fündig werden. In China bemühen sich nur zwei Prozent um neues Personal, von den deutschen Unternehmen sogar nur ein Prozent, obwohl China für die Firmen hierzulande wirtschaftlich einen hohen Stellenwert hat. Zum Vergleich: Weltweit suchen elf Prozent der Unternehmen in China nach Mitarbeitern. Zwei Prozent der Studienteilnehmer versuchen außerdem, in sonstigen Ländern zu rekrutieren.

Der vollständige Report kann > hier zum Download abgerufen werden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.