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Jeder Zehnte nutzt Google zur Jobsuche

Mann vor Laptop mit  Google-Seite
Inzwischen nutzen Jobsuchende Google fast so häufig wie berufliche Netzwerke.
Foto: © Thaspol-stock.adobe.com

Für die aktuelle Studie hat Softgarden 6720 Bewerber befragt. Im Mittelpunkt standen das Bewerbungsverhalten und die Candidate Journey. Am häufigsten – mit 41,9 Prozent – nutzen Jobsuchende in Deutschland weiterhin Online-Jobbörsen. An zweiter Stelle mit 25,6 Prozent stehen die Karriere-Webseiten von Unternehmen. 12,8 Prozent suchen über berufliche Netzwerke wie Xing und Linkedin nach einer Arbeitsstelle. Inzwischen startet bereits rund jeder zehnte Bewerber (10,5 Prozent) seine Jobsuche auf Google.

Google-Bewerber sind sechs Jahre jünger als Nutzer von Online-Jobbörsen

Google-Bewerber sind mit durchschnittlich 29,1 Jahren am jüngsten. Wer Karriere-Webseiten als Einstiegskanal nutzt, ist im Schnitt 33,3 Jahre alt. Bei den Suchenden über Online-Jobbörsen liegt das Alter im Mittel bei 35 Jahren und wer die Suche über Xing oder Linkedin startet, ist mit 35,5 Jahren am ältesten. Auch in anderen Punkten unterscheiden sich die Jobinteressierten je nach Suchmedium. So legen die Kandidaten, die berufliche Netzwerke und Online-Jobportale nutzen, mehr Wert auf Arbeitgeberbewertungen als andere Jobsuchende. Wer sich auf den Karriere-Websites von Unternehmen umschaut, ist dagegen besonders empfänglich für Videos. Stellensuchende, die sich auf Google konzentrieren, sind vor allem interessiert an Arbeitszeiten, Work Life Balance und Nachhaltigkeitsthemen.

Suchtreffer in der ersten Position im Google-Jobs-Kasten erhält die meisten Klicks

Die Studie widmet sich insbesondere der Frage, wie Google-Nutzer ticken. Von ihnen klicken mit 41,2 Prozent die meisten auf den Suchtreffer in der ersten Position im Google-Jobs-Kasten. Auf dem zweiten Platz mit 32,5 Prozent steht die Google-Anzeige auf der ersten Position. Der organische Treffer mit “passenden Jobs” einer Jobbörse unterhalb des Google-Job-Kastens landet mit 26,2 auf Platz drei.

Google-Bewerber sind ungeduldiger als andere

Wenn die Stelleninserate “alle relevanten Informationen” enthalten,
würden sich zwei Drittel (66,6 Prozent) der Google-Suchenden direkt
bewerben, ohne nach weiteren Informationen zu recherchieren. 80,5 Prozent würden sich eher auf eine Stellenanzeige bewerben, wenn dort Arbeitgeberbewertungen integriert sind. Bewerber, die über Google in den Bewerbungsprozess einsteigen, sind insgesamt deutlich ungeduldiger als solche mit anderen Startpunkten. 62,3 Prozent von ihnen möchten maximal zehn Minuten oder weniger für die Eingabe von Daten in ein Online-Bewerbungsformular aufwenden.

Arbeitgeber sollten Recruiting-SEO und -SEA nicht vergessen

Softgarden-Geschäftsführer Mathias Heese rät Arbeitgebern, trotz des derzeit noch relativ niedrigen Gesamtanteils an Google-Bewerbern, die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und das -marketing (SEA) im Recruiting-Kontext nicht zu vernachlässigen. Google sei für den Arbeitgeber-Backgroundcheck nach wie vor essenziell, außerdem nutzten vor allem junge Zielgruppen diesen Einstiegkanal und deren Gewohnheiten beeinflussten die Bewerbungsgewohnheiten in absehbarer Zeit deutlich mehr. Überdies liebe Google Bewertungs-Content, so Heese. Arbeitgeber, die den Faktor Bewertungen aktiv managen, könnten sich daher auch beim Thema Recruiting-SEO Vorteile verschaffen.

Die Studie kann > hier zum Download angefordert werden.

Über die Ergebnisse der Studienteile 1 und 2 gibt es im > Recruiting Guide der Personalwirtschaft auf den Seiten 12 bis 14 einen Beitrag.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.