Blickt man auf die zentralen Themen, die das Personalmanagement umtreiben, dann beherrscht der Fachkräftemangel seit Jahren die Diskussion und ist aktuell an Relevanz kaum zu übertreffen. Vieles wurde und wird HR-seitig dafür getan, Fachkräfte zu gewinnen, zu binden und zu fördern. Doch die Mangelsituation betrifft längst nicht mehr nur Positionen, die eine mittlere oder hohe Qualifikation erfordern. Vielmehr fehlt es auch zunehmend an Personal für Tätigkeiten, für die es keine formale Qualifikation braucht und die nach einer vergleichsweise kurzen Anlernzeit übernommen werden können: die sogenannte Basisarbeit.
Diese Begrifflichkeit, geprägt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), ist bereits ein erster Schritt dazu, diese Menschen und ihre Tätigkeiten stärker als bisher sichtbar zu machen, und ihnen einen angemessenen Stellenwert zu geben. Denn Basisarbeit, die von einem Fünftel der Erwerbsbevölkerung ausgeübt wird, ist keineswegs immer einfach und anforderungsarm. Basisarbeitende sind nicht austauschbar und ihr Erfahrungswissen zum Teil nicht zu ersetzen. Sichtbar wird der wachsende Personalmangel etwa durch zusätzliche Schließtage im Restaurant oder verpasste Flüge infolge nicht ausreichend besetzter Sicherheitskontrollen an Flughäfen.
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