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Mitarbeiter gehen vor allem wegen zu niedriger Bezahlung

Ein Mann steckt einen Finger durch ein Loch im offenbar leeren Portemonnaie
Zu wenig Geld steht für Mitarbeiter an erster Stelle der Gründe, den Job zu wechseln.
Foto: © pathdoc/Fotolia.de

Finanzielle Aspekte sind der Hauptbeweggrund für Arbeitnehmer hierzulande, den Arbeitgeber zu wechseln. Knapp jeder zweite Mitarbeiter (49 Prozent), der sein Unternehmen im letzten Jahr verlassen hat oder dies im nächsten Jahr tun will, gibt eine zu geringe Vergütung als Grund an. Das ist ein Ergebnis des Länderreports Deutschland der aktuellen Studie “Randstad Employer Brand Research” hervor, für den > Randstad rund 4300 Arbeitnehmer und Arbeitsuchende im Alter zwischen 18 und 65 befragt hat. Dass die Bezahlung bei Wechselwilligen die Hauptrolle spielt, sei ein Vorteil, meint Petra Timm, Director Group Communications bei Randstad Deutschland, denn die Gehaltsstruktur könne leicht angepasst werden.

Zweithäufigster Kündigungsgrund: fehlende Anerkennung durch Vorgesetzte

An zweiter Stelle der Motive für einen Wechsel des Arbeitgebers steht fehlende Anerkennung. Fast vier von zehn Befragten (38 Prozent) gaben an, aufgrund mangelnder Wertschätzung das Unternehmen verlassen zu haben oder dies vorzuhaben. Hier müssten manche Führungskräfte noch zulegen, um Talente zu halten, doch Loben könne man lernen, sagt Timm.

Weitere Motive für den Wechsel: fehlende Karrierechancen, Unter- und Überforderung

Fehlende Karrierechancen sind für knapp ein Drittel der Studienteilnehmer (32 Prozent) ein Grund, sich anderweitig zu orientieren. Fast genauso viele (31 Prozent) wechseln den Arbeitgeber, weil sie unterfordert sind und eine anspruchsvollere Tätigkeit suchen. An fünfter Stelle der Motive für eine neue Jobsuche steht eher Überforderung: Für 21 Prozent der Arbeitnehmer ist die Nichteinhaltung der Work-Life-Balance, ein Grund zu kündigen.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.