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5 Tipps für Arbeitgeber: Was Sie tun können, um am Markt zu bestehen

Tipp 1: Hürden bei der Bewerbung abbauen

Wer online nach Jobs sucht, tut das überwiegend mit dem Smartphone. Mobil optimierte Stellenanzeigen und Karrierewebsites sowie neue, zeitgemäße Formen der Bewerbung sind daher Voraussetzung, um geeignete Mitarbeiter:innen zu finden. Nicht nur die fehlende mobile Optimierung schreckt Fachkräfte ab, auch das klassische Anschreiben sorgt für Unmut. Viele Fachkräfte nehmen das Anschreiben als “eine große Hürde bei Bewerbungen” wahr. Eine aktuelle Umfrage von meinestadt.de unter 1.200 Fachkräften zeigt auf, wie sich Fachkräfte die Bewerbung der Zukunft vorstellen: Neben “schnell und einfach” auf Platz eins der Antworten steht der Wunsch, kein Anschreiben mehr formulieren zu müssen. Ist es zwingend notwendig, dass Tischler:innen oder Logistikfachkräfte ein einwandfreies Anschreiben abliefern oder sollten eher andere Fähigkeiten bei der Bewerbung in den Blick genommen werden? Es braucht neue, abgespeckte Formen der Kurzbewerbung, über die sich Fachkräfte unkompliziert mobil bewerben können. Die Direktbewerbung von meinestadt.de funktioniert im Erstkontakt zum Beispiel über fünf stellenrelevante Fragen. Das vereinfacht den Bewerbungsweg für Kandidat:innen und ermöglicht Personalverantwortlichen eine effiziente Vorauswahl. Die Motivation, nach einer ersten positiven Rückmeldung des Unternehmens weitere Unterlagen einzureichen, ist sehr viel höher. Bewerbende müssen allerdings das Gefühl bekommen, dass ihre mobile Bewerbung willkommen ist. Sonst werden sie das Angebot nicht nutzen. Indem Arbeitgeber die neuen Bewerbungsformate unterstützen und nach außen kommunizieren, wird eine nötige Akzeptanz vermittelt, die bei Kandidat:innen wiederum Vertrauen schafft.

+++ Fachkräfte verstehen: Zur Übersicht und zum kostenlosen Download aller Studien von meinestadt.de +++

Tipp 2: Ein authentisches Bild abgeben

Bei allem Wettbewerb um die besten Fachkräfte ist eines besonders wichtig: Bleiben Sie in der Arbeitgeberkommunikation authentisch und versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können. Dabei kann es helfen, die Fachbereiche und Mitarbeiter:innen aktiv in die Entwicklung der ganz eigenen Argumente, die für Sie als Arbeitgeber sprechen, mit einzubeziehen. Die Mitarbeiter:innen wissen am besten, was für ihren jeweiligen Job wichtig ist, warum sie gerne im Unternehmen arbeiten und welche Bedürfnisse bedient werden sollten. Arbeitgeber sollten sich klarmachen, was sie ausmacht, und ihre Stärken und Schwächen identifizieren, um daraus überzeugende Alleinstellungsmerkmale für ihre Employer Value Proposition zu formulieren. Erfolgreiches Recruiting geht über die Stellenanzeige hinaus. Nutzen Sie alle Möglichkeiten, sich als Arbeitgeber authentisch zu präsentieren. Lassen Sie zufriedene Mitarbeiter:innen tatsächlich sprechen – zum Beispiel  in Videos oder in Form von Zitaten auf Ihrer Webseite und lassen Sie einen authentischen Blick in ihren Arbeitsalltag zu. Das schafft Vertrauen, Sympathie und vermittelt eine positive Unternehmenskultur, die bei Fachkräften Eindruck hinterlässt.

Tipp 3: Regionales Fachkräfte-Potenzial ausschöpfen

Arbeiten in der Nähe des Wohnorts ist für Fachkräfte die Regel. Rund 90 Prozent ist es “wichtig” oder “sehr wichtig”, dass ihr Arbeitsplatz nah an ihrem Wohnort liegt und fast die Hälfte würde Abstriche im Job hinnehmen, um in der Heimat bleiben zu können. Das zeigt die Regionalitätsstudie von meinestadt.de. Wer auf Jobsuche ist, sucht überwiegend nur bis zu 30 Kilometer um den Wohnort. Nach dem Motto “erst die Heimat, dann der Job” schließen rund 40 Prozent der Fachkräfte einen jobbedingten Umzug komplett aus und arbeiten lieber dort, wo ihr aktueller Lebensmittelpunkt ist. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer überregional rekrutieren will, braucht sehr starke Argumente, um Fachkräfte davon zu überzeugen, ihren aktuellen Wohnort aufgrund des Jobs zu verlassen. Größere Erfolgsaussichten haben Unternehmen, die erkennen, dass sie sich vor allem auf das Fachkräfte-Potenzial in der Region fokussieren müssen. Wer hier mit der passenden Kommunikation und regionaler Maßnahmen die richtigen Akzente bei seiner Zielgruppe setzt, hat gute Chancen sich als Arbeitgeber der Wahl in der Region durchzusetzen und langfristig zu etablieren.

Tipp 4: Den richtigen Kanal-Mix finden

Hat man die passenden Argumente formuliert, muss man sie nun auch über die passenden Kanäle ausspielen, um die Zielgruppe bestmöglich zu erreichen. Es ist nicht selten der Fall, dass eingefahrene und in die Jahre gekommene Rekrutierungsprozesse dazu führen, dass die Frage nach den passenden Kanälen vernachlässigt wird. Nach dem Motto: “Das haben wir schon immer so gemacht”. Doch es ist entscheidend, bei der Wahl der Kanäle unbedingt die Gewohnheiten und Präferenzen der Bewerber:innen in den Blick zu nehmen.

Zwei Aspekte sind dabei wichtig: Wo suchen Fachkräfte bevorzugt nach neuen Jobs und wie tun sie das. Klare Antwort der Regionalitätsstudie: Online-Jobbörsen sind mit knapp 60 % das Mittel der Wahl bei der Jobsuche. Aber auch regionale Tageszeitungen, Suchmaschinen und Karriereseiten von Unternehmen spielen eine Rolle. Es kommt also auf den richtigen Kanal-Mix an.

Das Smartphone als Alltagsbegleiter in allen Lebenslagen wird längst auch für die Jobsuche genutzt. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Stellenausschreibungen und Ihr Internetauftritt für die mobile Darstellung optimiert sind. Fast jede:r Zweite hat schon mal eine Bewerbung abgebrochen, weil die Stellenanzeige über das Smartphone nicht gut dargestellt oder der Bewerbungsprozess nicht mobil optimiert war. Holen Sie Ihre Zielgruppe in ihren gewohnten Abläufen ab: Wir suchen mittlerweile fast alles über das Smartphone – zwischendurch in der Bahn, in der Supermarktschlange etc. Das gilt auch für die Jobsuche.

Tipp 5: Digitalisierung im Employer Branding nutzen

Veraltete Maschinen, Prozesse oder unnötige Papierwüsten sind kein Qualitätssiegel für einen modernen und zukunftsorientierten Arbeitgeber. Besonders die heranwachsende Generation der Digital Natives überzeugt man damit nicht mehr. Laut der Digitalisierungsstudie von meinestadt.de fühlen sich rund zwei Drittel der Fachkräfte bei den Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, nicht ausreichend von ihrem Arbeitgeber unterstützt. In knapp 60 Prozent der Unternehmen werden keine Weiterbildungsmaßnahmen zu Digitalkompetenzen angeboten oder sie sind den Fachkräften unbekannt. Hieraus ergibt sich eine echte Chance für Arbeitgeber, ihre Kompetenz oder zumindest ihre Vision in Sachen Digitalisierung in der Arbeitgeberkommunikation aufzugreifen und sich als vorwärts denkendes Unternehmen zu positionieren. Dabei zeigen die Fachkräfte-Antworten auf die Frage “Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welche Art von digitaler Unterstützung würden Sie sich für Ihre Arbeit / Ihren Betrieb wünschen?”, dass es nicht viel braucht, um auf die Wünsche der Fachkräfte im Hinblick auf die Digitalisierung einzugehen: Branchenübergreifend am häufigsten genannt wurden “bessere Hardware”, “bessere Software” und “mehr Schulungen”. Das ist machbar.

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