Personalwirtschaft: Herr Krähahn, wie hat sich der Markt für Comp-&-Ben-Positionen in den vergangenen Jahren entwickelt – insbesondere im Mittelstand?
Tobias Krähahn: Comp & Ben ist insgesamt eine sehr gefragte Disziplin geblieben, auch wenn der Markt nach der Boomphase leicht rückläufig ist – ähnlich wie der gesamte HR- und Arbeitsmarkt. Was uns aber auffällt: Das Thema wird in immer kleineren Organisationen verankert. Früher war Reward ein Thema, das den großen Konzernen vorbehalten war. Dort gab es eigene Reward-Teams, ausgefeilte Grading-Systeme und Gehaltsbänder. Im Mittelstand existierte das Thema zwar, aber ohne festen Platz – es lag mal bei der HR-Leitung, mal beim HR Business Partnering, manchmal sogar in der Entgeltabrechnung oder gleich bei der Geschäftsführung. Das hat sich deutlich verändert.
Woran machen Sie das fest?
Wir als Personalberatung bekommen immer mehr Suchanfragen von mittelständischen Unternehmen mit 1.000 bis 2.000 Mitarbeitenden. Unser persönlicher Rekord war kürzlich ein Unternehmen mit nur 700 Beschäftigten. Sie alle möchten ihren ersten Comp-&-Ben-Experten als eigenständige Einheit integrieren. Häufig soll ein solcher Experte in einer Stabsstelle mit direkter Berichtslinie zur Personalleitung oder zur Geschäftsführung eingeführt werden.
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