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Deutscher bAV-Preis 2020 verliehen

Gruppenbild der Gewinner des Deutschen bAV-Preises 2020
Die Gewinner des Deutschen bAV-Preises 2020 wurden in Berlin geehrt. Foto: Deutscher bAV-Preis

Der Deutsche bAV-Preis, der bereits zum siebten Mal vergeben wurde,
zeichnet beispielhafte Projekte in den Kategorien Großunternehmen und
KMU aus. Mit der Auszeichnung soll die betriebliche Altersversorgung als wesentliches Standbein der Alterssicherung gefördert und stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Auch soll der Preis andere Unternehmen zur Nachahmung ermutigen. Die achtköpfige Jury des Wettbewerbs, der 2013 von MCC und Willis Towers Watson initiiert wurde, setzt sich aus Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, des Versorgungswerks MetallRente und des Deutschen Instituts für Altersvorsorge zusammen.

Betriebsrentenstärkungsgesetz zeigt Wirkung

Wie im Vorjahr standen auch diesmal durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) neu geschaffene Möglichkeiten im Mittelpunkt. Das Gesetz zeige Wirkung, die Vorsorgequoten seien sprunghaft angestiegen, berichtet Jury-Mitglied Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen vom Institut für Finanzwissenschaft der Universität Freiburg. 

Die Preisträger in der Kategorie Großunternehmen

Auf den Spitzenplatz bei den Großunternehmen kam de Techniker Krankenkasse. Sie hat einen der größten Pensionsfonds in Deutschland gegründet, um die für ihre bAV bereitgestellten Beiträge effizienter und ertragsorientierter anlegen zu können. Im Bereich der Sozialversicherungsträger sei dies eine Pionierleistung, die Mut und den Abschied von tradierten Denkweisen erfordere, so die Jury. In Ermangelung von Vergleichsfällen waren umfassende juristische und konzeptionelle Prüfungen erforderlich. Platz zwei in der Kategorie Großunternehmen erreichte Novartis. Das Unternehmen baute die bAV für vorhandene und neue Mitarbeiter aus und hat die betriebliche Altersversorgung über die gesamte Unternehmensgruppe hinweg angeglichen im Sinne des One-Company-Gedankens. Zugleich wurde die Finanzierungsbasis für die künftigen Betriebsrenten ausgebaut, unter anderem durch das Opting-out-Modell. Die ehemalige Bayer-Tochter Covestro schaffte es auf den dritten Platz. Auch das Chemieunternehmen gestaltete seine Modelle zur Umsetzung der tariflichen Altersversorgung so um, dass die Mitarbeiterbeiträge automatisch einbezogen werden. Durch das Opting out wird der Verbreitungsgrad der bAV gesteigert, gleichzeitig auch die Administration verschlankt und auf papierlose elektronische Kommunikation umgestellt.

Die drei besten kleinen und mittleren Unternehmen

Bester Betrieb in der Kategorie KMU ist der Pharmadienstleister Vetter. Er verbindet eine erheblich ausgebaute und aufgestockte bAV mit einer Zeitwertkontenlösung, die auch eine ruhestandsnahe Freistellung ermöglicht. Finanziert wird die bAV durch Arbeitgeberbeiträge und Eigenbeiträge der Mitarbeiter, unter anderem unter Verwendung einer Opting-out Regelung. Den zweiten Platz sicherte sich das fränkische Technologieunternehmen GRW. Angesichts einer betrieblichen Demografieanalyse und des Wettbewerbs um gut ausgebildete Fachkräfte setzt der Betrieb unter anderem auf eine bAV mit hohen Arbeitgeberzuschüssen, die durch altersvorsorgewirksame Leistungen und eine freiwillige Entgeltumwandlung der Mitarbeiter finanziert und von GRW durch hohe Zuschüsse aufgestockt wird. Der dritte Platz ging an zwei Unternehmen: die BWI GmbH und ESA Elektroschaltanlagen. Beiden Arbeitgebern gelang es, durch eine intelligente bAV-Gestaltung und Bezuschussung der Eigenbeiträge wesentlich mehr Mitarbeiter als zuvor zum Altersvorsorgesparen zu motivieren. BMI, IT-Dienstleister der Bundeswehr, löste hierfür die bestehende bAV durch eine neue Lösung ab, die insbesondere Mitarbeiter der unteren Einkommensgruppen mit Zuschüssen fördert. ESA setzt neben einem Zuschusskonzept auf eine umfassende Kommunikation und Beratung der Mitarbeiter, digitalisierte die Administration und die Kommunikation der bAV und erreichte einen Anstieg der Teilnahmequote von acht auf 65 Prozent.

Der Deutsche bAV-Preis wird von zahlreichen Unternehmen und Organisationen unterstützt, die “Personalwirtschaft” gehört zu den Medienpartnern.

Weitere Informationen sowie Interviews mit den Preisträgern gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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