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Elektrotechniker und Mechatroniker verdienen überdurchschnittlich gut

Elektrotechniker in Industrieunternehmen schaut zufrieden und selbstbewusst
Elektroniker und Mechatroniker können sich derzeit über gute Gehälter freuen.
Foto: © industrieblick/StockAdobe

In Deutschland werden Handwerker und Techniker zurzeit händeringend gesucht. Obwohl diese Berufsgruppen sehr gefragt sind, schlägt sich das jedoch nicht immer in der Vergütung nieder, wie eine Studie zeigt. Nicht all diese Fachkräfte profitieren gleichermaßen von der hohen Nachfrage und der Arbeitsort spielt eine erhebliche Rolle für den Verdienst.

Derzeit liegt das Durchschnittsjahresgehalt von Technikern und Handwerkern hierzulande bei circa 43 000 Euro brutto im Jahr. Am besten verdienen Meister; sie kommen auf rund 58 300 Euro. Zwischen einzelnen Berufen gibt es in Sachen Gehalt deutliche Unterschiede. Überdurchschnittlich bezahlt werden die momentan in der Automobilbranche besonders gefragten Elektrotechniker mit einem Bruttogehalt von 53 500 Euro. Ebenfalls gut verdienen Mechatroniker mit 45 900 Euro. Noch leicht über dem Gesamtschnitt vergütet werden zum Beispiel Lokführer mit einem Mittel von 43 600 Euro. Gärtner hingegen erhalten im Vergleich eine geringere Bezahlung mit lediglich 32 800 Euro. Das geht aus dem Gehaltsreport 2019 von Stepstone hervor, für den zwischen Oktober 2017 und Oktober 2018 die Gehälter von rund 85 000 Fach- und Führungskräften analysiert wurden.

Die steigende Bedeutung der Elektromobilität, insbesondere bei den großen Automobilkonzernen und Zulieferern, wirkt sich bereits auf die Nachfrage nach entsprechend qualifizierten Fachkräften aus,

kommentiert André Schaefer, Gehaltsexperte bei Stepstone, die Studienergebnisse. Es sei davon auszugehen, dass die Gehälter in den entsprechenden Berufsgruppen weiter steigen werden, so Schaefer.

Große Gehaltsunterschiede je nach Unternehmensgröße und Standort

Neben dem konkreten Beruf spielt auch die Unternehmensgröße eine wichtige Rolle dafür, wie hoch das Gehalt von Technikern und Handwerkern ausfällt. So bekommen diese Fachkräfte in Großunternehmen im Schnitt 51 100 Euro, während sie in Betrieben mit maximal 500 Mitarbeitern rund 11 300 Euro weniger verdienen. Aber auch der Arbeitsort ist entscheidend für die Bezahlung: Bei den Städten liegt Bremen vorn; dort beträgt die Vergütung von Handwerkern und Technikern im Schnitt 54 400 Euro jährlich. Auf dem zweiten und dritten Platz befinden sich Frankfurt am Main und Stuttgart mit jeweils etwa 51 200 Euro. Dagegen ist die Vergütung dieser Berufsgruppen in Berlin mit 38 800 Euro und in Leipzig mit circa 32 600 Euro wesentlich niedriger. Auch die Untersuchung nach Flächenländern zeigt deutliche regionale Unterschiede in der Bezahlung: Hier liegt Baden-Württemberg mit 48 200 Euro vorn, gefolgt von Hessen mit 46 600 Euro und Nordrhein-Westfalen mit 44 200 Euro. Geringere Gehälter müssen Fachkräfte aus Handwerk und Technik in Schleswig-Holstein (37 600 Euro) und Sachsen-Anhalt (31 700 EUR) in Kauf nehmen.

Der vollständige Gehaltsreport über alle Berufsgruppen steht > hier zum Download zur Verfügung.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.