In vier Schritten zur erfolgreichen Onboarding Journey

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Vorstellungsgespräche per Videokonferenz zu führen, scheint fast wie ein alter Hut nach mehr als zwei Jahren Corona. Dabei kommt die entscheidende Phase erst nach der Vertragsunterzeichnung. 30 Prozent aller Unternehmen haben mit Absagen der frisch eingestellten Mitarbeitenden vor dem ersten Arbeitstag zu kämpfen und knapp 25 Prozent der Arbeitsverhältnisse scheitern noch innerhalb der Probezeit.

Gerade kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) müssen hier am Ball bleiben, um mit großen Organisationen mitzuhalten. Um auch in Zukunft der „neue Arbeitgeber der Wahl“ zu sein, ist die sinnvolle Verschränkung der digitalen und analogen Welt eine gute Möglichkeit. Hier gilt es, die jeweiligen Vorzüge zu nutzen und die Onboarding Journey im New Normal neu zu denken.

Schritt eins: ein herzliches Preboarding

Welcome Box der imc AG (Foto: imc)

Nutzen Sie die positive Stimmung nach der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags und starten Sie mit einem sogenannten „Preboarding“. Neue Mitarbeitende sollten schon vorab den Zugang zum Learning Management System einer Firma erhalten, um Willkommensvideos oder erste spielerische Trainings zu durchlaufen. Die Experten für Learning Experiences der imc AG setzen bei ihrem eigenen Preboarding gezielt auf Emotionalität. Denn das Preboarding soll sich nicht nach Lernen anfühlen, sondern in erster Linie mitreißen und begeistern.

Da die Onboarding Journey etwas sehr Persönliches ist, dürfen auch die ersten Berührungen mit dem neuen Arbeitgeber persönlich sein, wie etwa ein handgeschriebener Gruß per Post oder sogar eine Willkommensbox.

Schritt zwei: die Probezeit sinnhaft gestalten

In der Probezeit lernen sich Unternehmen, Team und neue Mitarbeitende kennen und evaluieren die getroffene Entscheidung für die neue Anstellung. Hier beginnt das eigentliche Onboarding. Startet diese Phase nicht zufriedenstellend oder sogar negativ, ist das Risiko hoch, neue Mitarbeitende schnell wieder zu verlieren.

Onboarding im New Normal (Abbildung: imc)

Katharina Kunz, Expertin für digitale Lernstrategien bei imc AG, empfiehlt, langfristig eine hybride Lösung zu etablieren: „Bei einer Onboarding Journey geht es darum, geeignete Formate auszuwählen und sinnvoll zu verknüpfen.“

Daher rät sie Kunden wie Vodafone oder der Deutschen Bahn, theoretische Inhalte digital zu vermitteln und dabei auf einen ausgewogenen Format-Mix zu achten. „Um die soziale Einbindung bei neuen Mitarbeitenden zu fördern, ist es wichtig, regelmäßig den direkten Kontakt herzustellen, zum Beispiel über einen gemeinsamen Chat, durch (virtuelle) Gruppentreffen oder persönliche Einzelgespräche“, sagt Kunz, „Darum plädiere ich für eine ausgewogene Mischung, um das Beste aus der analogen und der digitalen Welt zusammenzubringen.“

Schritt drei: Erfahrungen und Kompetenzen berücksichtigen

Der Wunsch jedes Unternehmens ist eine kurze und effiziente Einarbeitungszeit bei neuen Mitarbeitenden. Die Voraussetzung hierfür ist nicht nur die fachliche Befähigung, sondern auch ein schnelles Zurechtfinden in der Prozess- und Systemlandschaft. Konkrete Anwendungsübungen oder On-The-Job-Trainings können im Learning Management System individuell den Lernenden zugewiesen werden. So vermeiden Sie unnötige Zeitaufwände und können Fortschritte besser sehen und mithilfe von Learning Analytics Dashboards auch deren Erfolge messen.

Jeder Mitarbeitende bringt vorhandene Kompetenzen und relevante Vorerfahrungen mit. Diese zu identifizieren und dafür zu sorgen, dass sie erfolgreich eingesetzt werden, ist genauso wichtig, wie Neues zu vermitteln. Um dies langfristig zu sichern, sollten Unternehmen die Vorteile von Social Learning nutzen. Mentoring Programme können beispielsweise Projektgruppen vorstellen und Interessenten zusammenführen. Ein Buddy System fördert zusätzlich den Austausch und die Vernetzung unter neuen Mitarbeitende und ermöglicht ihnen, ihre Erfahrungen gemeinsam zu reflektieren.

Schritt vier: die emotionale Verbundenheit

Ein Gemeinschaftsgefühl und eine Identifikation mit der Vision und Kultur des Unternehmens sind wichtige Motivationstreiber und Voraussetzung dafür, dass Mitarbeitende ihr Potenzial voll einbringen. Je persönlicher die Onboarding Journey gestaltet ist, desto höher das Identifikationspotenzial der neuen Mitarbeitenden. Liebevolle Details und gutes Branding sind zusätzliche Multiplikatoren für ein emotionales Zugehörigkeitsgefühl.

Onboarding muss begeistern (Abbildung: imc).

Nicht zu vergessen: Neue Mitarbeitende sind Influencer im „War for Talents“ und bewerten ihre Onboarding Experience im Netz. Jeder neue Interessent wird sich Bewertungen eines potenziellen neuen Arbeitgebers anschauen und persönliche Kontakte und Netzwerke zum Unternehmen befragen. Je positiver dieses Feedback ausfällt, desto mehr Bewerber:innen werden Sie in Zukunft haben. Ganz einfach.

Einen ausführlichen Leitfaden zur gelungenen Onboarding Journey finden Sie hier.

Über imc

imc ist mit über 25 Jahren Erfahrung, 12 internationalen Standorten und 350 Mitarbeitern führender Anbieter für digitale Aus- und Weiterbildungsprogramme. Experten auf den Gebieten Technologie, E-Learning Content und Strategie arbeiten Hand in Hand, um ganzheitliche sowie maßgeschneiderte E-Learning Lösungen zu bieten – und zwar weltweit. Entstanden als Spin-Off an der Universität des Saarlandes unterstützt imc über 1.300 Unternehmen, öffentliche Institutionen und Bildungseinrichtungen aller Branchen und Größen umfassend bei der Planung und Umsetzung von professionellen digitalen Trainingsstrategien. Mehr erfahren Sie unter www.im-c.de