Vielerorts bestimmen Diversitätsaspekte die Diskussion um das Für und Wider verbindlicher Quoten für weibliche Führungskräfte. Meistens geht es um Gleichstellung per se. Dabei wird die ökonomische Dimension regelmäßig außer Acht gelassen, oder es bleibt bei vagen Vermutungen. In ihrem Working Paper „Female Leadership and Workplace Climate“ liefern Sule Alan, Gozde Corekcioglu, Mustafa Kaba und Matthias Sutter evidenzbasierte Argumente für mehr Frauen in Führungspositionen. Basierend auf umfassenden Daten von mehr als 2.000 Beschäftigten aus 24 türkischen Großunternehmen zeigen sie, dass weibliche Führungskräfte die Beziehungskultur am Arbeitsplatz anders gestalten als ihre männlichen Kollegen, und erörtern die hieraus resultierenden Implikationen.
Die Forschungsgruppe analysierte zunächst die geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich kognitiver und sozioemotionaler Fähigkeiten sowie wirtschaftlicher und sozialer Präferenzen. Mithilfe von Befragungen, Tests und Verhaltenssimulationen arbeiteten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen anschließend die Auswirkungen weiblicher Führung auf die Struktur von Unterstützungsnetzwerken in Unternehmen und das von den Beschäftigten wahrgenommene Arbeitsklima heraus sowie die Folgen für Kündigungen und Beförderungen.
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