KI im Personalwesen: Chancen jetzt nutzen

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KI hat in den letzten Jahren in vielen Bereichen Einzug gehalten, und das Personalwesen bildet keine Ausnahme. Dennoch zeigt sich, dass viele deutsche Unternehmen trotz der nachweislichen Vorteile noch zögern, diese Technologien aktiv einzusetzen. Dabei liegt ein enormes Potenzial in der Nutzung von KI – ein Potenzial, das nicht nur die Effizienz und Produktivität steigern kann, sondern auch die Arbeitsweise und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden positiv beeinflusst.

Studien belegen, dass der Einsatz von KI die Arbeitsproduktivität erheblich steigern kann. Eine Umfrage in Österreich ergab, dass Unternehmen, die KI implementiert haben, eine Produktivitätssteigerung von bis zu 40% verzeichnen konnten. Dies zeigt, dass das Thema nicht nur ein technischer Trend ist, sondern einen realen und messbaren Mehrwert bietet. Doch in Deutschland hinken viele Unternehmen hinterher. Der Grund dafür liegt oft nicht in der Technologie selbst, sondern in den Unternehmenskulturen.

Der erfolgreiche Einsatz von KI im Personalwesen hängt entscheidend davon ab, wie bereit Unternehmen sind, Veränderungen zuzulassen und Innovationen zu fördern. Viele Mitarbeitende stehen der neuen Technologie neugierig gegenüber, benötigen aber gezielte Weiterbildung und Unterstützung, um die Vorteile von KI voll auszuschöpfen. Eine der größten Ängste, die im Zusammenhang mit KI aufkommt, ist die vor dem Verlust von Arbeitsplätzen. Doch diese Angst ist oft unbegründet. KI ist hervorragend dazu geeignet Mitarbeitenden repetitive und monotone Aufgaben abzunehmen. Dies ermöglicht es ihnen, sich auf kreativere und strategischere Tätigkeiten zu konzentrieren und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Es gibt mittlerweile schätzungsweise mehr als 10.000 Tools, wobei man viele Tätigkeiten mit generativer KI abdecken kann. Durch ihren Einsatz lässt sich die Personaleinsatzplanung optimieren oder Self-Services vereinfachen.

In unserer Studie mit Accenture haben wir zudem herausgefunden, dass Mitarbeitende mit generativer KI ihren Stress besser managen können und mehr in ihre Fähigkeiten vertrauen. Generative KI hat damit das Potenzial, die Kultur am Arbeitsplatz zu verbessern. So können Mitarbeitende zum Beispiel ihre eigene Leistung besser einschätzen und sich von der KI Feedback geben lassen. Führungskräfte bekommen ein Werkzeug, um Ungleichbehandlung bei Demographie, Gehalt, Überstunden etc. aufzudecken.

Weitere Beispiele für die sinnvolle Integration von KI: Beispielsweise mit ChatGPT lassen sich unter anderem automatisiert Stellenbeschreibungen erstellen, geeignete Bewerber auf Plattformen wie LinkedIn finden oder personalisierte Willkommensvideos erstellen. Darüber hinaus können Chatbots interne Anfragen der Mitarbeitenden beantworten oder das Onboarding neuer Kolleginnen und Kollegen erleichtern. Die Anwendungsfälle sind zahlreich und vielfältig, und sie zeigen, wie KI das Personalwesen transformieren kann.

Ein wichtiger Aspekt, der bei der Einführung von KI nicht übersehen werden darf, ist das sogenannte Human-Centered-Design. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Technologie den Menschen in den Mittelpunkt stellt und nicht umgekehrt. UKG Bryte ist ein Beispiel für eine solche menschenzentrierte KI-Lösung. Diese generative KI ist nahtlos in bestehende Arbeitsprozesse integriert und lässt sich beispielsweise in Tools wie Slack oder Teams einbinden. So wird KI zu einem Kollegen, der auf individuelle Bedürfnisse eingeht und als Berater zur Verfügung steht.

Die Einführung von KI im Personalwesen ist jedoch nicht ohne Herausforderungen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Mitarbeitende, die neugierig auf die neue Technologie sind, gefördert und unterstützt werden. Es darf nicht passieren, dass Mitarbeitende, die den ersten Schritt in Richtung KI wagen, ausgebremst oder gar bestraft werden. Vielmehr sollten sie ermutigt werden, ihr Wissen mit anderen zu teilen. Gleichzeitig müssen klare Regeln und Leitlinien entwickelt werden, um den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit KI zu gewährleisten. Dazu gehört unter anderem, dass sensible Unternehmensinformationen nicht in öffentliche KI-Modelle eingegeben werden dürfen.

KI im Personalwesen bietet eine Vielzahl von Chancen. Es liegt nun an den Unternehmen, diese Chancen zu erkennen und die notwendigen Schritte zu unternehmen, um ihre Mitarbeitenden bestmöglich auf die Zukunft vorzubereiten. Wenn dies gelingt, steht einem Boom der KI-Nutzung im Personalwesen in den kommenden Jahren nichts im Wege.