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Employee Experience jenseits von Zufriedenheit: Der Arbeitsalltag entscheidet

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Wie der Arbeitsalltag über Produktivität entscheidet

Employee Experience wird in vielen Organisationen noch immer über Zufriedenheits- oder Engagement-Befragungen diskutiert. Für die Leistungsfähigkeit von Organisationen ist jedoch weniger entscheidend, wie zufrieden Mitarbeitende grundsätzlich sind, sondern wie gut sie ihre tägliche Arbeit erledigen können. Genau hier liegt der Kern von Employee Experience: im konkreten Arbeitsalltag.

Eine groß angelegte Meta-Analyse von Gallup zeigt, dass positive Arbeitserfahrungen eng mit höherer Produktivität, geringerer Fluktuation und stabilerer Leistung zusammenhängen. Ausschlaggebend sind Faktoren wie Klarheit von Aufgaben, verfügbare Ressourcen und die Möglichkeit, ohne unnötige Reibung zu arbeiten. Employee Experience ist damit kein weicher Kulturfaktor, sondern ein zentraler Hebel für Produktivität.

Wo Motivation im Alltag verloren geht

Komplexe Prozesse im Arbeitsalltag prägen die Employee Experience (Foto: KI-generiert)

Leistungsprobleme entstehen in der Praxis selten durch fehlende Motivation oder mangelnde Einsatzbereitschaft. Häufiger bremsen strukturelle Hürden den Arbeitsalltag: komplexe Prozesse, starre Genehmigungsschleifen und schlecht integrierte Tools. Arbeit wird dadurch unnötig kompliziert.

Mitarbeitende investieren Zeit in Koordination, Informationssuche und Workarounds – Zeit, die für Wertschöpfung fehlt. Motivation leidet nicht, weil Mitarbeitende nicht wollen, sondern weil Systeme Arbeit erschweren statt unterstützen. Der Arbeitsalltag wird so selbst zum Produktivitätshemmnis.

Friktion wirkt emotional – nicht nur effizient

Diese Reibung wirkt nicht nur rational, sondern auch emotional. Schon vor Jahren zeigten Analysen, u.a. von McKinsey, dass Mitarbeitende mit einer positiven Employee Experience deutlich stärker engagiert sind – unter anderem, weil Prozesse, Systeme und Arbeitsumgebung als unterstützend erlebt werden.

Organisationsforschung beschreibt diesen Zusammenhang als steigende kognitive Belastung: Je komplexer Prozesse und Tools wahrgenommen werden, desto stärker sinken Engagement und Leistungsbereitschaft. Produktivität scheitert dann nicht an mangelnder Motivation, sondern an einer Arbeitsumgebung, die Energie bindet statt freisetzt.

Warum klassische Befragungen oft scheitern

Viele Organisationen erfassen Employee Experience regelmäßig – und sind dennoch enttäuscht von der Wirkung. Ein zentraler Grund liegt in der Art der Messung. Klassische Befragungen konzentrieren sich häufig auf allgemeine Zufriedenheit oder Engagement-Scores. Sie zeigen, dass es Probleme gibt, aber nicht wo sie im Arbeitsalltag entstehen und wodurch sie verursacht werden.

Fragen nach Zufriedenheit bleiben abstrakt. Sie erfassen selten konkrete Prozessbrüche, technische Schnittstellenprobleme oder unnötige Komplexität. Die Folge: Ergebnisse lassen sich schwer in Maßnahmen übersetzen, Veränderungsinitiativen verpuffen, und Mitarbeitende erleben kaum spürbare Verbesserungen.

EX Research neu denken: vom Stimmungsbild zum Umsetzungsinstrument

EX Research als Steuerungsinstrument für Produktivität und Umsetzung (Grafik: succeet GmbH)

Moderne EX Research geht deshalb weiter. Sie analysiert konkrete Arbeitssituationen, macht Ursachen sichtbar, leitet Maßnahmen ab und begleitet deren Umsetzung. Statt nur Stimmungen zu erfassen, rückt sie Prozesse, Systeme und Touchpoints in den Fokus – dort, wo Produktivität tatsächlich entsteht oder verloren geht. Employee Experience wird so zu einer echten Steuerungsgröße.

Orientierung gewinnen und Umsetzungskompetenz aufbauen

Für HR-Verantwortliche stellt sich damit weniger die Frage, ob Employee Experience relevant ist, sondern wie sich konkrete Pain Points identifizieren, priorisieren und wirksam adressieren lassen. Welche Methoden liefern handlungsnahe Erkenntnisse? Welche Ansätze helfen, Maßnahmen tatsächlich umzusetzen – und ihre Wirkung im Arbeitsalltag zu überprüfen?

Genau diesen Fragen widmet sich die succeet Messe am 18.-19. März. Als zentrale Plattform der Marktforschungs- und Insights-Branche bringt sie Research-Expert:innen, Anbieter und Anwender zusammen. Mit dem Special EX greift die succeet gezielt die Fragestellungen von HR-Verantwortlichen auf – von EX-Research über moderne Erhebungs- und Analyseansätze bis hin zur Ableitung und Begleitung konkreter Maßnahmen.

Praxisnaher Austausch zu EX Research und Umsetzung auf der succeet (Foto: succeet GmbH).

Leserinnen und Leser der Personalwirtschaft erhalten mit dem Ticketcode  SUC26-PEW kostenfreien Eintritt zur succeet.

Wer Employee Experience nicht nur messen, sondern jenseits von Zufriedenheit spürbar verbessern will, findet hier Orientierung, Vergleichsmöglichkeiten und praxisnahe Impulse für die eigene Organisation.

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