Stellen Sie sich vor, Ihr Bewerber sitzt mit Hemd und Krawatte, ordentlich zurechtgemacht vor seinem Laptop, um Sie in einem Online-Meeting zu treffen. Die Kamera geht an. „Können Sie mich hören?“ Der Bewerber nickt sofort. Kein Zögern, kein Nachfragen. Sein Blick bleibt ungewöhnlich ruhig auf einen Punkt unterhalb der Kamera gerichtet. „Dann erzählen Sie doch kurz etwas über Ihre Erfahrung mit …“ Die Antwort kommt ohne Pause. Klar strukturiert. Fast zu klar.
Sie tauschen einen kurzen Blick. „Könnten Sie Ihren Bildschirm teilen?“ Ein Fenster öffnet sich: Sie sehen Lebenslauf, Stellenausschreibung, das Meeting. Alles normal. Fast normal. Denn seine Augen lesen weiter — obwohl dort nichts steht. Was Sie hier nicht sehen können: Ein transparentes KI-Tool liegt wie ein Teleprompter über dem Bildschirm. Es hört ihre Unterhaltung mit an, transkribiert sie und liefert zeitgleich Antworten auf gestellte Fragen. Das mag möglicherweise futuristisch oder gar dystopisch klingen, ist jedoch längst immer häufiger Realität.
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