Personal steuern wie Finanzen und Vertrieb

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Unternehmen stehen heute unter einem nie dagewesenen Druck, Arbeitskosten und Produktivität zu optimieren und dabei operativ leistungsfähig zu bleiben. Das gilt besonders an der Frontline.

Fast alle Unternehmen verfügen über ein globales ERP-System für Finanzen und Lieferketten, ein CRM für Vertrieb und Umsatz sowie ein System für IT-Workflows. Ein globales System, das Personal und Arbeit steuert, fehlt in den meisten Unternehmen jedoch. Dabei liefert jede Schicht, jede Stunde, ja jede Arbeitsminute in Echtzeit Erkenntnisse darüber, wie das Unternehmen arbeitet. Personal ist für die meisten Organisationen der größte operative Kostenblock, oft mehr als 50 Prozent der Gesamtkosten. Dass es dennoch an einer globalen Steuerung für einen exzellenten Personaleinsatz mangelt, ist durchaus erstaunlich.

Eine Workforce-Operating-Plattform verbindet operative Echtzeitdaten aus allen Unternehmensbereichen, etwa zu Einsatzplanung, Zeit, Anwesenheit und Personalbedarf, mit Mitarbeiterdaten und Signalen zu Erfahrung und Engagement der Beschäftigten. Eine durchgängige Plattform hilft den Beschäftigten, die gewünschten Arbeitszeiten zu bekommen, und stellt zugleich sicher, dass Führungskräfte die richtigen Menschen mit den richtigen Fähigkeiten zur richtigen Zeit am richtigen Ort haben. Die Plattform erzeugt Milliarden von Datenpunkten und damit Einblicke in die Unternehmensleistung, wie es sie bisher nicht gab. Dieser reichhaltige Bestand an operativen Daten ist die Grundlage dafür, dass KI messbare Geschäftsergebnisse in großem Maßstab liefern kann.

In vielen Unternehmen ist Transformation traditionell auf einzelne Funktionen verteilt: Der CIO treibt die Technologie voran, der CFO steuert die Kostenstrukturen, und der CHRO kümmert sich um die Menschen. Diese Grenzen sollten jedoch verschwimmen, sobald die passende Technologie vorhanden ist, die über diese Bereiche hinweg wirkt und jedem von ihnen hilft, die gemeinsamen Ziele zu erreichen.
In diesem Modell verantwortet HR den rechtskonformen Personaleinsatz und schafft zugleich die Datenbasis für Workforce Intelligence. HR verbindet operative Anforderungen, Personaldaten und KI-gestützte Erkenntnisse, um den Personaleinsatz und die Arbeitsabläufe zu optimieren. HR ermöglicht Veränderung nicht mehr nur, sondern wird zum echten Partner, der die Unternehmensleistung aktiv mitgestaltet.
Warum ist die Frontline-Belegschaft die größte Chance für KI?

Die meisten Diskussionen über KI am Arbeitsplatz drehen sich derzeit darum, wie Wissensarbeiterinnen und Wissensarbeiter sie nutzen und wie sie sich auf diese auswirkt. Dabei liegt großes Potenzial bei den Frontline-Beschäftigten, die 80 Prozent der weltweiten Arbeitskräfte ausmachen.

Frontline-Beschäftigte sitzen in der Regel nicht am Bildschirm, was die Einführung von Unternehmenssoftware erschwert. Für sie muss KI direkt in die Arbeitsabläufe eingebettet sein, um Entscheidungen zu leiten, Aufgaben zu vereinfachen und Reibung in Echtzeit zu verringern. Ob sie Dienstpläne optimiert, Schichttausche zwischen gleich qualifizierten und untereinander vertretbaren Beschäftigten vorschlägt oder sofort Antworten auf HR- und Compliance-Fragen liefert: KI sollte eine unsichtbare Orchestrierungsebene sein, die die Arbeit proaktiv voranbringt, und kein zusätzliches System, das erst erlernt werden muss.

Der Erfolg von KI hängt in diesem Umfeld von der Zugänglichkeit ab. Unternehmen müssen dafür sorgen, dass KI nicht nur eingeführt, sondern tatsächlich zugänglich, nutzbar und nützlich ist.

Echtzeitdaten wie geleistete Arbeitsstunden, Planeinhaltung und Personalbedarf machen sichtbar, wie Arbeit ausgeführt wird. Zugleich zeigen Mitarbeiterdaten wie Engagement, Stimmung und Feedback, wie Beschäftigte ihren Arbeitsalltag erleben.
Werden diese Datenströme zusammengeführt, entsteht der Echtzeitkontext, den KI braucht, um Entscheidungen laufend zu unterstützen und zu leiten, die dem Unternehmen und den Beschäftigten gleichermaßen nutzen. Unternehmen können sich von der statischen Personalplanung lösen, Angebot und Nachfrage an Arbeit in Einklang bringen und zugleich die Ursachen von Ineffizienz, Reibung und nachlassendem Engagement angehen.

Beschäftigte, die mit KI ausgestattet und im wirksamen Umgang mit ihr geschult sind, arbeiten deutlich produktiver. Damit werden sie für das Unternehmen wertvoller.