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Kira Marie Cremer: „Das Wichtigste ist, mehr ins Tun zu kommen“

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Als Kira Marie Cremer vor zweieinhalb Jahren mit ihrem Podcast zum Thema New Work anfing, kannte sie sich zwar mit dem Thema aus – nicht aber mit dem Medium. Im Interview spricht die frischgebackene „HR Top Voice“ über den holprigen Start des Podcasts, ihre Highlights und ihre Arbeitsweise.

Personalwirtschaft: Frau Cremer, wie sind Sie zum Podcasten gekommen?
Kira Marie Cremer: Das war im April 2022. Damals hat mich ein Start-up gefragt, ob ich nicht für sie einen Podcast machen möchte zum Thema New Work. Damals war ich bei Linkedin schon sichtbar zu dem Thema. Am Anfang dachte ich, die wollen mich einfach als Gast in einer Folge dabei haben. Aber nein: Es ging um einen eigenen Podcast, moderiert von mir.

Und da haben Sie zugesagt?
Ja, ich bin eine Person, die relativ schnell bei neuen Ideen dabei ist. Wir haben dann alles vorbereitet und die erste Folge aufgenommen. Die erschien dann am 9. August 2022 – und am 10. August kam das Start-up dann noch einmal auf mich zu.

Worum ging’s diesmal?
Ihr Investor war acht Wochen vorher abgesprochen, und sie mussten Insolvenz anmelden. Weil ich den Podcast nicht alleine gestemmt hatte, sondern auch Freelancer dabei waren, hieß es, für unser Team mit fünf Leuten binnen drei Wochen einen neuen Partner zu suchen. Ich habe dann in meinem Netzwerk verschiedene Agenturen und andere Kontakte gefragt – und irgendwann meldete sich Tatjana Biallas von der Funke-Mediengruppe.

Wie ging es weiter?
Wir haben mit einem neuen Cover und unserem heutigen Namen „New Work Now“ weitergemacht, unter dem Dach der Funke-Mediengruppe. Und seitdem machen wir jede Woche eine Folge.

Was waren Ihre Highlights bisher?
Eins meiner absoluten Highlights erscheint erst noch. Ich durfte nämlich kürzlich John Strelecky, den Autoren des Buchs „Das Café am Rande der Welt“, interviewen.

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Wie wählen Sie die Gäste aus? Strelecky ist ja jetzt kein klassischer New-Work-Vordenker.
New Work ist ja ein Konzept, das auf alle Branchen und Berufsgruppen zu münzen ist. In meinem Podcast sind Menschen zu Gast, die einen Job haben – und die zumindest in Teilen New Work leben. Es geht dabei nicht nur um Corporate Culture, Work –Life Balance und Homeoffice. Sondern auch darum, wie bestehende Jobs neu gedacht werden können. Strelecky zum Beispiel hat uns Tipps gegeben zum Thema Persönlichkeitsentwicklung.

Wie kommen Sie sonst an Ihre Gäste?
Viele Leute gewinne ich über mein Netzwerk, auch über Linkedin. Zudem habe ich eine Gastmanagerin in meinem Podcast-Team. Die lädt die Gäste ein, schaut, ob das Studio in Berlin verfügbar ist und so weiter.

Wer gehört noch zum Team?
Zum Beispiel meine Schwester, die Journalistin und Mediengestalterin Bild und Ton ist. Sie bereitet die Fragen vor und kümmert sich zum Beispiel um die Videos für unsere Social-Media-Auftritte. Letzteres muss man heute einfach auch machen, um die Leute in den Podcast bekommen.

Was für Fragen stellen Sie Ihren Gästen?
Die erste Frage ist immer die, womit der Gast sein erstes Geld verdient hat. Da kommen immer ganz wilde Geschichten raus – zum Beispiel Michael-Jackson-Double. Und die letzte Frage ist immer, was man seinem jüngeren Ich raten würde. Beide Fragen werden wir vermutlich für immer drin lassen.

Dann stellen wir die Frage auch an dieser Stelle: Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten? Oder jemand anderem, der oder die einen Podcast wie Ihren starten möchte?
Das Wichtigste ist, mehr ins Tun zu kommen, anstatt zu viel drüber nachzudenken. Nicht darüber, was andere davon halten können. Und auch nicht, ob etwas auf jeden Fall funktioniert. Denn das findet man nur durch Handeln heraus. Ich wurde damals ins kalte Wasser geworfen – hatte keine Erfahrung als Podcast-Host – und bin super dankbar dafür.

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Info

Matthias Schmidt-Stein koordiniert die Onlineaktivitäten der Personalwirtschaft und leitet gemeinsam mit Catrin Behlau die HR-Redaktionen bei F.A.Z. Business Media. Thematisch beschäftigt er sich insbesondere mit den Themen Recruiting und Employer Branding.