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Lebenslauf: Andrea Diepen-Goerres, Director People & Organisation Strategy bei Vodafone

Lebenslauf Andrea Diepen-Goerres.

Personalwirtschaft: Seit Längerem arbeiten Sie in der Telekommunikationsbranche. Was fasziniert Sie an dem Geschäftsfeld?
Andrea Diepen-Goerres: Mich begeistert der Beitrag, den die Telekommunikationsbranche mit entsprechenden Produkten und Services im beruflichen und privaten Umfeld leisten kann. Gerade in der Pandemie ist dieser Beitrag noch einmal deutlich geworden, als eine Vielzahl von Menschen im Homeoffice war und viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit einem Mal virtuell miteinander arbeiten mussten.

Ihre Karriere ist bei Vodafone seit 2006 steil verlaufen. War das von Anfang an so geplant?
Nein, es haben sich immer wieder interessante Möglichkeiten aufgetan, die ich für mich nutzen konnte.

Gibt es auf Ihrem beruflichen Weg einen Mentor?
Meine Führungskräfte waren Vorbild und Mentor zugleich. Ich hatte immer ein sehr gutes und vertrauensvolles Verhältnis zu ihnen, habe einen offenen Dialog gepflegt und mich an deren Verhalten orientiert und gelernt.

An welchen Aufgaben arbeiten Sie derzeit?
Wir haben gerade ein großes Zukunftsprojekt auf den Weg gebracht. Mit dem “Full Flex Office” haben wir unser hybrides Arbeitsmodell der Zukunft definiert, bei dem die Mitarbeitenden selbstständig entscheiden, von wo sie arbeiten, auch bis zu 20 Tage im EU-Ausland. Dies unterstützen wir durch Bausteine für produktives und gesundes Arbeiten zu Hause, durch eine Weiterentwicklung unserer Büros zu Räumen, die das hybride Zusammenarbeiten fördern, durch digitale Tools und Prozesse, aber vor allem durch die Begleitung unserer Führungskräfte und Mitarbeiter. Zusätzlich schließen wir gerade, wie geplant nach zwei Jahren, die umfassende Unternehmensintegration von Unitymedia in den Vodafone-Konzern sowohl organisatorisch als auch personell ab.

Welche Rolle spielen Mitarbeiterskills bei Vodafone?
Wir möchten unsere Mitarbeitenden befähigen, gezielt die Skills zu erwerben, die in den nächsten Jahren für das Berufsleben und die gesellschaftliche Teilhabe von Bedeutung sein werden. Darauf richten wir ein besonderes Augenmerk.

Welcher berufliche Wechsel war am bedeutsamsten für Ihre Karriere?
Meine erste Führungsrolle war sicherlich am bedeutsamsten, weil ich da gemerkt habe, wie viel Spaß es macht, gemeinsam mit einem Team Themen voranzubringen und die einzelnen Teammitglieder in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Die Arbeit im Ausland hatte einen besonderen Reiz.

Was war Ihre prägendste Station und warum?
Meine allererste Rolle nach dem Studium war eine vertriebliche Aufgabe in London – die Arbeit im Ausland hatte natürlich noch einmal einen besonderen Reiz. In den drei Jahren habe ich mit vielen Menschen an unterschiedlichen Themen gearbeitet. Von diesen Erfahrungen profitiere ich noch heute.

Hätten Sie denn gerne mehr Zeit im Ausland verbracht?
Ich habe in Frankreich studiert und drei Jahre in London gearbeitet. Rückblickend hätte ich aber gerne noch eine weitere Auslandsstation drangehängt, ohne genau sagen zu können, wohin es mich gezogen hätte.

Welche zentralen Lehren aus Ausbildung und Studium haben Ihnen im Berufsleben wirklich weitergeholfen?
Mutig mit neuen Herausforderungen umzugehen, auch mal Risiken einzugehen, neugierig zu bleiben und nie aufzuhören, dazuzulernen.

Schauen wir in die Zukunft: Welche Stationen sollen in fünf oder zehn Jahren hinzugekommen sein?
Ich kann mir durchaus vorstellen, in der Zukunft eine Gesamtverantwortung im HR-Bereich zu übernehmen oder auch noch einmal ins Ausland zu gehen.

Wie würden Sie Ihren Lebenslauf in drei Adjektiven umschreiben?
Abwechslungsreich, herausfordernd, lehrreich.

+++ Dieser Beitrag ist zuerst in unserer Dezember-Ausgabe erschienen. Ein Abo können Sie hier abschließen. +++

Ist Redakteur der Personalwirtschaft und kümmert sich außerdem um die crossmediale Verbreitung der Inhalte. Seine Themenschwerpunkte sind Employer Branding, HR-Software sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement.