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Personalvorstand Ulrich Weber geht vorzeitig

Ulrich Weber, seit 2009 Personalvorstand und seit März 2017 Personal- und Rechtsvorstand der Deutschen Bahn
Personal- und Rechtsvorstand Ulrich Weber verlässt die Deutsche Bahn vor Vertragsende.
Foto: © Deutsche Bahn AG

Ulrich Weber hat dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Utz-Hellmuth Felcht, kürzlich mitgeteilt, dass er seinen Vorstandsposten vorzeitig abgeben möchte. Das geht aus Medienberichten hervor, die sich auf eine von der Deutschen Bahn bestätigte Meldung der Deutschen Presse-Agentur berufen.

Weber ist seit Juli 2009 Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Bahn AG und DB Mobility Logistics AG. Damit hat der 67-Jährige das Amt länger inne als seine Vorgänger seit der Bahnreform im Jahr 1994. Seit März dieses Jahres verantwortet Weber zusätzlich das Rechtsressort. Weber soll vor Führungskräften zwei Gründe angegeben haben, warum er seine Ämter vorzeitig niederlegen möchte. Wie das “Handelsblatt” berichtete, habe er gesagt, es sei fair und richtig, dass ein neuer Personalvorstand beim anstehenden Neuaufbau eines Vorstandsteams von Anfang an mit dabei sei. Außerdem wisse er aus eigener Erfahrung, dass man etwas Zeit brauche, um sich in eine neue Tarifrunde einzuarbeiten, die für Ende 2018 ansteht.

Ulrich Weber war nach seinem Jurastudium zunächst als Rechtsanwalt tätig. Ab 1984 arbeitete er für die Ruhrkohle AG, anschließend ab 1987 für die Westfälische Berggewerkschaftskasse. 1990 ging Weber als Geschäftsführer zur Deutschen Montan Technologie GmbH. 1993 wurde er Vorstand der Cubis AG. 1998 wechselte Weber als Mitglied des Vorstandes und Arbeitsdirektor zur RWE Rheinbraun AG. Ab 2001 war er Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der RAG Aktiengesellschaft und ab 2006 im Nachfolgeunternehmen Evonik Industries AG.

Die > Deutsche Bahn AG mit Sitz in Berlin beschäftigt rund 306 000 Mitarbeiter.