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Elterngeld-Reform: Mehr Teilzeitarbeit während Elternzeit möglich


Elterngeld-Antragsformular
Für den Bezug von Elterngeld sind geänderte Regeln in Kraft getreten. Foto: © nmann77-stock.adobe.com

Zum 1. September ist die Eltergeld-Reform in Kraft getreten. Sie soll junge Mütter und Väter dabei unterstützen, Beruf und Privatleben flexibler als bisher miteinander vereinbaren zu können. Im Rahmen der Gesetzesreform wurden auch die Teilzeitmöglichkeiten erweitert: Die während der Elternzeit zulässige Teilzeitarbeit wurde von 30 auf 32 Wochenstunden angehoben. Damit ist es für Mitarbeiter in Elternzeit nun möglich, pro Woche volle vier Arbeitstage mit acht Stunden zu arbeiten. Der sogenannte Partnerschaftsbonus, der die parallele Teilzeit beider Elternteile unterstützt, kann künftig bei Teilzeit zwischen 24 bis 32 Wochenstunden bezogen werden. Bislang galt für den Bezug des Partnerschaftsbonus ein Zeitfenster von 25 bis 30 Wochenstunden.

Darüber hinaus sollen bürokratische Hürden wegfallen: Eltern, die während des Elterngeldbezugs in Teilzeit arbeiten, müssen nur noch im Ausnahmefall nachträglich Nachweise über ihre Arbeitszeit erbringen. Grundsätzlich wird nun davon ausgegangen, dass die im Antrag angegebenen Arbeitsstunden nicht überschritten werden.

Länger Elterngeld bei Frühgeburten

Eltern mit Frühgeburten werden nun mit zusätzlichen Elterngeld-Monaten unterstützt. Die Neuregelung sieht Folgendes vor: Bei einer Geburt mindestens sechs Wochen vor dem errechneten Termin gibt es einen zusätzlichen Monat Basiselterngeld. Bei einer einer Geburt mindestens acht Wochen vor dem errechneten Termin werden zwei zusätzliche Elterngeld-Monate gewährt. Kommt das Kind mindestens zwölf Wochen vor dem errechneten Termin auf die Welt, werden drei zusätzliche Monate Elterngeld gewährt und bei einer Geburt mindestens 16 Wochen vor dem errechneten Termin gibt es vier Elterngeld-Monate zusätzlich.

Zur Finanzierung der Verbesserungen wurde die Einkommensgrenze für den Bezug von Elterngeld herabgesetzt. Künftig sollen nur noch Eltern, die gemeinsam 300.000 Euro oder weniger im Jahr verdienen, Elterngeld erhalten. Bisher lag die Grenze für Paare bei 500.000 Euro. Für Alleinerziehende liegt die Grenze weiterhin bei 250.000 Euro.

ist freier Journalist aus Biberach/Baden und schreibt regelmäßig News und Artikel aus dem Bereich Arbeitsrecht.