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IT-Sicherheitsexpertinnen tauschen sich aus

Cyberwomen

Organisator und Initiator von “Cyberwomen” ist das IT-Sicherheitsunternehmen INFODAS GmbH (infodas). infodas trägt das Event gemeinsam mit renommierten Partnern und Sponsoren aus der IT-Sicherheits- und Digitalisierungsbranche sowie Verwaltung aus.

Dazu Dr. Alexander Schellong, Mitglied der Geschäftsführung von infodas im Interview mit der Personalwirtschaft.

Personalwirtschaft: Worum geht es konkret bei Ihrem Event?

Schellong: Wir werden aktuelle Fachthemen behandeln und Möglichkeiten zur besseren Vernetzung geben. Die Teilnehmerinnen wollen sicher nicht den 1000ten Vortrag zur “gläsernen Decke” hören, sondern von hochkarätigen Expertinnen Lösungen und Karrierewege in Panels und Vorträgen erfahren.

Welche Themen stehen im Fokus?

Es geht um das Recruiting, IT-Sicherheitsarchitekturen, Forensik, Quantenkryptographie, IT-Security Governance oder wie man ein Cybersicherheitsunternehmen gründet.

Was wollen Sie damit erreichen?

Wir möchten die Frauen der IT-Sicherheit zusammenbringen und aufzeigen, in welcher Vielfalt an Organisationen, Rollen und Aufgaben sie bereits arbeiten.

Warum richten Sie als Mann diesen Frauen-Event aus?

Das ist eine berechtigte Frage. Ich mache das nicht, um mein Gewissen als Mann zu beruhigen, sondern weil es eine Herzensanagelegenheit ist. Mir fällt seit Jahren auf, dass Frauen in der IT-Sicherheit unterrepräsentiert sind oder eine geringe Sichtbarkeit haben. Das muss sich nicht nur wegen des Fachkräftemangels ändern. Diversität und Veränderung funktionieren nur gemeinsam.

Geht es (auch) um Recruiting?

Nicht primär, aber ich bin mir sicher, die Chance werden Teilnehmerinnen und Organisation nutzen. Wir wollen für das Event auch Studierende begeistern, aber es geht vorwiegend um den fachlichen Austausch.

Richtet sich Ihr Event nur an “fertige” IT-Security-Spezialistinnen, oder auch an Frauen, die über ihre berufliche Ausrichtung nachdenken?

Die Teilnehmerliste reicht von der Studentin bis zum CISO (Chief Information Security Officer).

Dr. Alexander Schellong

Gehen Frauen und Männer unterschiedlich an das Thema IT-Security heran?

Bezüglich der IT-Sicherheitsstandards kann ich das nicht bestätigen. Hier spielt es keine Rolle, ob ein Mann oder eine Frau IT-Sicherheit betreut. Beim Thema Governance und Kommunikation dagegen haben Frauen mit ihrer nachgewiesenen höheren emotionalen Intelligenz einen klaren Vorteil.

Wie ist die Resonanz bisher – mit wie vielen Teilnehmerinnen rechnen Sie?

Unser Event ist auf 200 Teilnehmerinnen begrenzt, und ich bin überzeugt, dass wir diese Zahl am Ende auch erreichen. Wir haben bereits jetzt mehr als 80 Anmeldungen und fahren die Werbemaßnahmen noch weiter hoch.

Glauben Sie, dass auch Männer kommen?

Es hat uns sehr überrascht, dass einige Männer vorsichtig angefragt hatten, ob Sie überhaupt teilnehmen “dürfen”. Wir wollen vor allem IT-Sicherheitsexpertinnen begeistern, aber wir sind kein “Closed Shop.” Wer die Fachthemen und Frauen in der IT-Sicherheit wichtig findet, sollte unabhängig vom Geschlecht teilnehmen.

Soll sich dieses Treffen als regelmäßiger Event oder dauerhaftes Netzwerk etablieren?

Eine jährliche Veranstaltung wäre meine persönliche Vision. Ein neues funktionierendes Netzwerk aufzubauen ist eine Herausforderung. Vielleichtkann man sich an existierende Netzwerke anschließen.

Herr Dr. Schellong – besten Dank für das Interview.

Gerne. Ich habe zu danken.

Weitere Informationen unter: >www.cyberwomen.de