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Die Corona-Krise macht krank

Ob Yoga, andere Entspannungsübungen oder körperliche Fitness - in der Corona-Krise muss Stress und gesundheitlichen Risiken entgegengewirkt werden. Foto: © chesterF-stock.adobe.com
Ob Yoga, andere Entspannungsübungen oder körperliche Fitness – in der Corona-Krise muss Stress und gesundheitlichen Risiken entgegengewirkt werden. Foto: © chesterF-stock.adobe.com

Homeoffice, Kurzarbeit und eingeschränkte soziale Kontakte haben das Berufs- und Alltagsleben dieses Jahr extrem verändert – auch mit Auswirkungen auf die Gesundheit. 57 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland geben an, dass sie in den letzten Monaten die Auswirkungen der Corona-Krise und gesundheitliche Probleme gespürt haben. Gut jeder Vierte (27 Prozent) sagt, dass sich der Stress negativ auf seine mentale Gesundheit ausgewirkt hat und berichtet von depressiven Stimmungen, Einsamkeitsgefühlen und Isolation. Knapp ein Viertel (23 Prozent) gibt an, sich weniger bewegt zu haben und sich daher körperlich weniger fit zu fühlen. Insgesamt ist die Gesundheit für fast 90 Prozent der Mitarbeiter in den Fokus gerückt. Das sind Ergebnisse einer Studie, die der Sportflatrate-Anbieter > Urban Sports Club gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat. Dafür wurden 1000 Angestellte repräsentativ befragt.

Es besteht das Risiko, dass Teile der Bevölkerung zwar nicht an Covid-19 selbst, aber an den Folgen dieser Pandemie erkranken,

sagt Prof. Dr. Niels Nagel, promovierter Sportwissenschaftler und Experte für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Einschränkung der körperlichen Aktivität könne zu gesundheitlichen Risiken wie Diabetes, Krebs, Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen, so Nagel.

Gesundheitsfördernde Maßnahmen vom Arbeitgeber gefragt

Um den Risiken entgegenzuwirken, achten immerhin 48 Prozent der Befragten auf ausreichend Bewegung. 33 Prozent nehmen Sport-und Fitnessangebote in Anspruch, 19 Prozent nutzen Wellness-Angebote wie Massagen oder Spa und 17 Prozent sorgen für einen körperlichen und mentalen Ausgleich, indem sie Yoga, Meditation oder autogenes Training praktizieren. Allerdings würde es die Mehrheit der Befragten begrüßen, wenn ihr Arbeitgeber das Thema Gesundheit stärker in den Mittelpunkt stellt und sie bei gesundheitsfördernden Maßnahmen unterstützt. Etwa zwei Drittel (64 Prozent) glauben, dass sie sich dann häufiger um Bewegung und Entspannung kümmern würden. Fast 90 Prozent der Studienteilnehmer wünschen sich, dass ihr Arbeitgeber auf ihre Gesundheit achtet. Jeder Zweite (52 Prozent) würde es gut finden, wenn das Unternehmen zu Sport-und Fitnessangeboten oder -mitgliedschaften etwas dazuzahlt.

Unternehmen, die ihren Mitarbeitern jetzt Stabilität und Routine geben sowie die körperliche Fitness und psychische Gesundheit fördern, schafften eine attraktive Firmenkultur, so der Sportanbieter. Mit einem vielfältigen Angebot für unterschiedliche individuelle Bedürfnisse könnten Unternehmen ihrer Belegschaft dabei helfen, Verantwortung für ihr eigenes Wohlbefinden zu übernehmen.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.