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Positive Impulse für 2021 – Tipps für Führungskräfte

blaues Papierschiffchen mit weißer Flotte
Beim Navigierenn in unsicheren Zeiten müssen Führungskräfte ihren Teams Orientierung geben.
Foto: © peterschreiber.media-stock.adobe.com

Führungskräfte müssten jetzt den Kurs vorgeben und trotz der Zusammenarbeit auf Distanz für ein gutes Miteinander und eine produktive Arbeitsatmosphäre sorgen, sagt Reinhild Fürstenberg, Gründerin und Geschäftsführerin des > Fürstenberg Instituts. Die Gesundheitswissen- schaftlerin gibt Führungskräften fünf Botschaften auf den Weg, mit denen ihre Teams trotz der herausfordernden Zeiten positiv und motiviert ins neue Jahr starten können.

“Gemeinsam sind wir stark”

Die erste Empfehlung lautet, Mitarbeiter anzuspornen, noch mehr zu kooperieren und gemeinsam einen Beitrag zu leisten, um das Unternehmen gut durch die Krise zu steuern. Dabei komme es auf jeden Einzelnen an. Führungskräfte sollten auch einmal die Leistung derjenigen hervorheben, die sonst selten gelobt werden –etwa jene, die dazu beitragen, dass die IT reibungslos läuft oder die Gehaltsabrechnungen pünktlich angewiesen werden. Außerdem sollten Vorgesetzte für regelmäßigen, strukturierten Kontakt der Teammitglieder untereinander sorgen.

“Wir kommen gut durch die Krise”

Botschaft Nummer zwei an Führungskräfte heißt, Sicherheit auszustrahlen. Es gelte, die Themen und Bereiche hervorzuheben, die gut laufen, aber das, was schwierig ist, nicht zu beschönigen. Mitarbeiter sollten keinen unnötigen Einblick in die Managementaufgaben erhalten, die Führungskräfte gerade als anstrengend empfinden. Teams, auf die Veränderungen zukommen oder die negative Ergebnisse liefern, sollten in kleinerem Kreis angesprochen werden.

“Das ist unser Plan”

Angesichts der dynamischen Situation sollten Führungskräfte zeigen, dass sie agil reagieren und neue Ideen haben, so der dritte Tipp. Es sei zu überlegen, vielleicht erstmals Quartals- statt Jahrespläne zu erstellen oder ob es die Situation erfordert, wöchentliche statt monatliche Reviews zu machen. Auch sollten Führungskräfte ihren Mitarbeitern deutlich machen, warum sie in diesem Jahr mehr auf Zahlen schauen und engmaschiger im Kontakt bleiben. Je mehr Zuversicht Vorgesetzte ausstrahlen, je berechenbarer und nachvollziehbarer Ihr Führungshandeln vom Team erlebt werde, umso sicherer fühlten sich die Mitarbeiter und umso erfolgreicher fielen die Teamergebnisse aus, so die Empfehlung.

“Wir lieben die Veränderung”

Ein weiterer Rat lautet, sich gemeinsam mit dem Team zu vergegenwärtigen, was alle seit März letzten Jahres geschafft haben: “Hätten Sie gedacht, dass Arbeit im Homeoffice so gut funktionieren kann? Dass virtuelle Meetings effektive Ergebnisse liefern?” Neben den guten Erfahrungen sollten auch die weniger guten Erfahrungen thematisiert werden mit der daran anknüpfenden Frage, was man beibehalten möchte. Die positive Erwartung der Führungskraft an Veränderungen werde auf das Team ausstrahlen und die Mitarbeiter lernbereiter und offener für Veränderungen machen, heißt es. Zu den Vorschlägen gehört es, ein Abteilungsmeeting zum Thema “Best Failure” durchzuführen, um eine gesunde Fehlerkultur zu etablieren, die  Voraussetzung für einen positiven Umgang mit Veränderungen sei.

“Das regeln wir spontan und flexibel”

Weil jeder die Corona-Zeit anders erlebe und sich alles immer wieder ändern könne, so der vierte Tipp, sei es besonders wichtig für Führungskräfte, ihren Teams klar zu machen, dass Sie zwar einen grob skizzierten Plan und Visionen haben, die Umsetzungsstrategie aber je nach Situation und handelnden Personen variieren könne und müsse. Wenn Mitarbeiter durch die Doppelbelastung im Homeoffice gestresst wirkten, sollten Vorgesetzte sie auf Hilfs-oder Gesprächsangebote im Unternehmen hinweisen.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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