KI-Kenntnisse schlagen für jedes fünfte Unternehmen einen Uni-Abschluss

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Das Ifo Institut hat im Rahmen seiner Konjunkturumfrage knapp 3.000 Unternehmen, die bereits KI anwenden, dazu befragt, ob sie KI als mögliche Alternative zu Qualifikation und Berufserfahrung sehen. Knapp 20 Prozent der Befragten standen der Frage positiv gegenüber. Statt die Stelle mit hochqualifizierten Arbeitskräften zu besetzen, können sie sich vorstellen, Arbeitskräfte ohne Fach- oder Hochschulabschluss einzustellen und diese mit KI zu unterstützen, sofern Output sowie Qualität gleichbleiben. 

Gleiches gilt für Berufserfahrung. Hier hielten es immerhin rund 15 Prozent der befragten Unternehmen für leicht bis sehr leicht möglich, eine erfahrene Arbeitskraft durch eine KI-nutzende, unerfahrene Arbeitskraft auszutauschen.

KI: Das Dilemma der Hochschulabsolventen?

Demnach scheinen Arbeitgeber Berufserfahrung etwas höher zu schätzen beziehungsweise schwieriger ersetzen zu können als einen Hochschulabschluss. Gerade für Absolventen und -absolventinnen entsteht hier ein Dilemma: Ihre akademische Qualifikation brauchen Unternehmen vielleicht künftig gar nicht mehr, weshalb sie nicht gefragt sind. Wie kommen sie dann aber an Berufserfahrung? Eine Problematik, die sich verstärken könnte, wenn Arbeitgeber den Abschluss durch KI ersetzen und somit eher Berufserfahrene ohne Fach- oder Hochschulabschluss einstellen.

Diese Branchen wurden befragt 

Die Umfrage wies in verschiedenen Branchen noch sehr unterschiedliche Ergebnisse auf. Für die Umfrage hat das Ifo-Institut Unternehmen aus den Bereichen Handel, Dienstleistungen, verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe und Gesamtwirtschaft befragt. Bei den Befragten aus dem Handel gaben 28,6 Prozent an, Fach- und Hochschulabschlüsse durch KI ersetzen zu können. Dies sind prozentual mehr Unternehmen als über alle Branchen hinweg. An zweiter Stelle folgt die Dienstleistungsbranche mit 19,7 Prozent Das verarbeitende Gewerbe (14,6 Prozent) und das Bauhauptgewerbe (9,3 Prozent) folgen danach.

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Tonia Schöler ist Volontärin bei der Personalwirtschaft.