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So können Personalverantwortliche Rechtspopulismus entgegentreten

Buchstaben-Würfel.
Foto: chrupka / iStock

Dabei sind sieben Punkte besonders wichtig. Sie umfassen nicht nur einzelne Bereiche oder Abteilungen, sondern beziehen den gesamten Betrieb mit ein:

Ausbildung

Experten sind sich einig, dass vor allem in der Ausbildung viel getan werden muss. Beim Stahlkonzern Arcelormittal etwa müssen alle Azubis in Eisenhüttenstadt im ersten Lehrjahr ein Projekt für Vielfalt entwickeln. Nicht nur Frontalunterricht ist hier gefragt, sondern auch eigene Initiative.


Klare Haltung von ganz oben

Wenn der Firmenchef sich eindeutig gegen Rassismus ausspricht, setzt er den Ton für das gesamte Unternehmen. Je öffentlicher und direkter sein Statement ausfällt, desto besser. Ob Schwarzes Brett oder das Internet: Jede Plattform ist willkommen.


Betriebsvereinbarungen

Viele Firmen schreiben fest, welches Verhalten sie sich innerbetrieblich wünschen – manchmal wird es aber auch nötig, diese Vereinbarung anzupassen. Das hat etwa VW im vergangenen Jahr getan, nachdem einige Mitarbeiter unangenehm aufgefallen waren.


Juristische Spielräume nutzen

Wenn sich jemand klar rassistisch äußert, ist das gesetzeswidrig. Sowohl arbeitsrechtliche Konsequenzen als auch weitergehende Schritte sind möglich. Wichtig ist, dass konsequent gehandelt wird.


Keine Rassisten einstellen

Gerade hier können Personaler ansetzen. Wenn ein Bewerber sich in seinen Social-Media-Profilen rassistisch äußert oder aus einem anderen Grund berechtigte Zweifel an seiner charakterlichen Eignung bestehen, sollte er die Stelle nicht bekommen.


Eigenes Verhalten überdenken

Unbewusste Diskriminierungen spielen eine große Rolle. Sich selbst zu hinterfragen, auch wenn man sich keinesfalls in der rechten Ecke verortet, ist elementar. Ohnehin ist es ja keine schlechte Idee, die Lösung eines Problems zunächst bei sich selbst zu suchen.


Krisenplan festlegen

Jede Firma sollte festlegen, wie genau vorzugehen ist, wenn es zu Zwischenfällen kommt. Das verhindert bei den Betroffenen das Gefühl, willkürlich abgestraft zu werden. Und jenen, die Sanktionen aussprechen, verleiht ein solcher Plan mehr Sicherheit.

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