Studie: Schlechte Führung wird toleriert – wenn die Zahlen stimmen

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Unternehmen stehen heute weniger vor der Frage, ob Führung relevant ist, sondern wie sie strategisch gestaltet werden muss, um als Hebel für Transformation, Bindung, Produktivität und Arbeitgeberattraktivität zu wirken. Eine wertorientierte und langfristig ausgerichtete Führung entfaltet dabei nicht mehr nur interne Wirkung, sondern beeinflusst maßgeblich die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und deren Wahrnehmung auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig steigen die Ansprüche der Beschäftigten: Sie erwarten zunehmend eine werteorientierte und sinnstiftende Führung, hohe Flexibilität, transparente Kommunikation sowie Entwicklungsperspektiven – Erwartungen, welche die Führungspraxis nachhaltig prägen.

Die Realität bleibt häufig hinter diesen Ansprüchen zurück. Aktuelle Studien weisen auf einen deutlichen Handlungsbedarf hin. So empfinden laut einer Studie der Hochschule Niederrhein lediglich 43 Prozent der Mitarbeitenden ihre Führung als erwartungsgerecht. Insbesondere bei sozialen Kompetenzen wie Fürsorge und individueller Förderung zeigen sich Defizite. Diese Befunde werden durch den Gallup Engagement Index 2025 gestützt: 78 Prozent der befragten Beschäftigten gaben eine geringe und weitere 13 Prozent keine emotionale Bindung an ihr Unternehmen an. Führungsdefizite besitzen damit nicht nur individuelle, sondern auch organisationale Relevanz.

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