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Telefonische Krankmeldung bei Erkältung bis März 2022 möglich

Arzt mit Handy
Die Krankschreibung per Telefon bleibt bis März 2022 möglich. (Foto: insta_photos – stock.adobe.com)

Die sogenannte Telefon-AU bleibt bis mindestens 31. März
2022 möglich. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das höchste Gremium der
Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, hat die entsprechende Sonderregelung verlängert.

Erstmals unmittelbar nach Beginn der Pandemie im März 2020
hatte der G-BA festgelegt, dass Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen
leiden, nach einer eingehenden telefonischen Befragung beziehungsweise Beratung
für bis zu sieben Kalendertage telefonisch krankgeschrieben werden können. Eine
einmalige telefonische Verlängerung der Krankschreibung für weitere sieben Tage
war – und bleibt – möglich.

Von der Möglichkeit machten schon nach ihrer erstmaligen
Einführung zahlreiche Beschäftigte Gebrauch. So berichtet die Krankenkasse DAK,
bei “leichten Erkältungskrankheiten betrug der Anteil telefonischer
Krankschreibungen im Frühjahr 2020 bis zu 13 Prozent.” Zudem sind laut der
Krankenkasse vier von fünf Erwerbstätige bereit, sich eine Krankschreibung über
ein ärztliches Telefonat oder eine Videosprechstunde zu holen. Als Hauptvorteil
gilt neben der umgangenen Ansteckungsgefahr im Wartezimmer die massive
Zeitersparnis bei telefonischer Beratung.

Unabhängig von den jetzt verlängerten Sonderregelungen hatte
der G-BA im November die grundsätzliche Möglichkeit, per Videokonsultation
krankgeschrieben zu werden, geschaffen. Für bis zu sieben Tage (drei Tage, wenn
der Patient oder die Patientin vorher nie in der Praxis war) ist dies nun
dauerhaft möglich
.

Ist Chef vom Dienst der Personalwirtschaft Online und kümmert sich unter anderem um die Themenplanung der Webseite. Texte schreibt er vor allem über Themen aus den Bereichen Arbeitsrecht, Digitalisierung und dem Mittelstand.