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Telefonische Krankschreibung wieder möglich

Erkältete Frau auf Sofa telefoniert
Ab heute können sich Mitarbeiter wieder telefonisch krankschreiben lassen.
Foto: © Syda Productions-stock.adobe.com

Bereits in der Anfangsphase der Corona-Pandemie, am 20. März, hatten die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) erstmals beschlossen, die Richtlinien für Krankschreibungen zu lockern. Berufstätige mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege konnten sich ohne Praxisbesuch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen lassen – es genügte ein Anruf. Die befristete Übergangsregelung wurde mehrfach verlängert, zuletzt bis Ende Mai.

Jetzt hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss darauf verständigt, die Krankmeldung per Telefon erneut zu ermöglichen. Prof. Josef Hecken, Vorsitzender des Gremiums von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen, sagte, es gebe derzeit eine sich beschleunigende Infektionsdynamik mit dem Covid-19-Virus sowie gleichzeitig auch vermehrt grippale Infekte, das sei besorgniserregend. Volle Wartezimmer müssten jetzt vermieden und andere Patienten vor Ansteckung geschützt werden.

Ein Anruf der Arbeitnehmer bei der Arzthelferin reicht jedoch nicht aus: Die Ärzte müssen sich durch eine eingehende telefonische Befragung persönlich vom Zustand der Patienten überzeugen. Die Dauer der Krankschreibung ist bis zu sieben Tage gestattet, eine einmalige Verlängerung um eine weitere Woche ist ebenfalls telefonisch möglich. Die Sonderregelung soll zunächst bis Ende des Jahres gelten.

Sämtliche vom G-BA beschlossenen befristeten Sonderregelungen im Zusammenhang mit Corona sind > hier zu finden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.