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Was tun, wenn Jobverlust droht…?

Großer roter Buntstift bedroht Mitarbeiter am Arbeitsplatz
Zeichnet sich ein Stellenabbau ab, versuchen viele Deutsche, dies abzuwenden oder kündigen gleich.
Foto: © 3dkombinat/Fotolia.de

Bei vielen Unternehmen stehen Veränderungen und Restrukturierungen an, die häufig mit Arbeitsplatzabbau oder Umverteilung der Mitarbeiter einhergehen. Eine Umfrage hat ermittelt, wie die Deutschen auf die Nachricht reagieren würden, dass ihre Stelle vom Rotstift bedroht ist. Ein Ergebnis: Mehr als jeder Zweite wünscht sich, über alternative Jobs im Unternehmen informiert zu werden.

Im Juli stellte > von Rundstedt 1018 Männern und Frauen die Frage, wie sie mit der Nachricht umgehen würden, dass ihre Stelle wegen Veränderungen oder Umstrukturierungen im Unternehmen konkret bedroht wäre. Die Erhebung ist repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland. Die größte Gruppe der Befragten (59,2 Prozent) würde zunächst das Gespräch mit dem Vorgesetzten oder der Personalabteilung suchen, um sich über Alternativen innerhalb des Unternehmens zu informieren. 51,9 Prozent erwarten, dass ihr Vorgesetzter oder die die Personalabteilung sie von sich aus über Alternativen innerhalb der Firma informiert.

Mehr als jeder Dritte würde rechtliche Möglichkeiten ausloten

Mehr als jeder zweite Befragte (56,7 Prozent) würde sich direkt die Suche nach einem neuen Arbeitgeber machen und die Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand bringen. Gleichzeitig gaben ebenso viele (56 Prozent) aber an, dass sie sich zunächst einmal neu orientieren und sich Gedanken darüber machen würden, was sie eigentlich wollen und in welchen Bereich sie am besten passen würden, ob innerhalb oder außerhalb des derzeitigen Arbeitgebers. 37,6 Prozent sagten, dass sie als erstes mit dem Betriebsrat oder ihrer Rechtschutzversicherung über Möglichkeiten sprechen würden, gegen den drohenden Jobverlust vorzugehen. 30,1 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dank eines guten Netzwerks und regelmäßiger Jobangebote schnell wieder etwas Neues zu finden. 22,6 Prozent würden erst einmal nichts unternehmen, sondern abwarten, was geschieht. 16,2 Prozent spielen ohnehin schon länger mit dem Gedanken, zu kündigen und 15,3 Prozent würden sich einen Berater oder Karrierecoach für einen Neuanfang suchen.

Männer sind besser vernetzt und optimistischer, einen neuen Job zu finden

Die Befragungsergebnisse zeigen zum Teil deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern. So sind Männer gelassener und offenbar mehr in Netzwerke eingebunden: 27 Prozent der männlichen Befragten sind der Ansicht, dass sie bei drohendem Stellenabbau erst einmal abwarten können; bei den weiblichen Studienteilnehmern sind es nur 18 Prozent. Auch sind 35 Prozent der Männer aufgrund ihres beruflichen Netzwerks überzeugt davon, Aussichten auf einen neuen Job zu haben, während dies bei den Frauen lediglich 25 Prozent denken.

Vor allem Ältere wüschen sich eine Alternative im aktuellen Betrieb

Auch das Alter beinflusst den Umgang mit einem bevorstehenden Jobverlust oder -wechsel. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der 18- bis 39-Jährigen würden sich auf Kontakte im eigenen Netzwerk verlassen, über das sie regelmäßig Stellenangebote erhalten. Von den 40- bis 69-Jährigen haben nur rund 27 Prozent diese Hoffnung. Auch erwarten 55 Prozent der älteren Mitarbeiter, vom Vorgesetzten oder der Personalabteilung über Alternativen innerhalb des Unternehmens informiert zu werden, während es bei den Jüngeren mit 48 Prozent etwas weniger sind.