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Corona-Impfung durch Betriebsarzt: Wie viele Unternehmen sind dabei?

Impfausweis mit Eintrag
Viele Unternehmen bieten ihren Beschäftigten Impfungen gegen Covid-19 an. Foto: © Benedikt-stock.adobe.com

28 Prozent der Betriebe mit Betriebsarzt haben in der ersten beiden Wochen nach Einbeziehung der Betriebsärzte in die Impfkampagne ihren Mitarbeitern Impfungen gegen Covid-19 angeboten. Das geht aus einer zwischen dem 7. und 18. Juni durchgeführten Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hevor. 38 Prozent der Unternehmen gaben an, keine Impfangebote zu planen. Weitere 22 Prozent halten Impfungen durch Betriebsärzte für unnötig, da ihre Beschäftigten bereits ein Impfangebot bekommen hätten.

Impfangebote vor allem in Großbetrieben

Vor allem größere Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten bieten Impfungen an. Von ihnen machen der Befragung zufolge 56 Prozent den Beschäftigten ein Impfangebot. Demgegenüber bieten 28 Prozent der Kleinstbetriebe mit bis zu 9 Beschäftigten und 22 Prozent der Betriebe mit 10 bis 49 Beschäftigten Impfungen gegen Corona an. Die geringere Verbreitung bei kleineren Unternehmen hängt auch damit zusammen, dass diese Betriebe oft keine festen Betriebsärzte haben und mitunter nur eingeschränkt auf externe betriebsärztliche Leistungen zurückgreifen können.

Seit dem 7. Juni sind Betriebsärzte in die Corona-Impfkampagne miteinbezogen. “Dass bereits in den ersten beiden Wochen so viele Betriebe bei der Impfkampagne mitmachen, ist beachtlich”, sagt IAB-Direktor Bernd Fitzenberger. “Vor allem mit Blick auf die rasante Ausbreitung der Delta-Variante in Europa zeigt sich, dass das Impfen durch Betriebsärztinnen und -ärzte ein immer wichtigerer Baustein in der Bewältigung der Corona-Krise werden kann”.

Besonderheit im Bildungssektor sowie im Gesundheits- und Sozialwesen

Im Hinblick auf die verschiedenen Branchen zeigt die Umfrage keine signifikanten Unterschiede beim Impfangebot der Unternehmen. Eine Ausnahme bildet das Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen: Hier gaben 46 Prozent der Betriebe an, dass ihre Beschäftigten bereits anderweitig ein Impfangebot erhalten hätten. Dementsprechend gaben sie vergleichsweise selten an, ihren Mitarbeitern ein betriebliches Impfangebot zu machen. “Diese Zahlen sind wenig überraschend, da viele Beschäftige in dieser Branche in der Impfreihenfolge weit oben standen”, so IAB-Vizedirektor Ulrich Walwei.

ist freier Journalist aus Biberach/Baden und schreibt regelmäßig News und Artikel aus dem Bereich Arbeitsrecht.