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Zwei von drei Deutschen sorgen sich um die Wirtschaft

Supermarkt, an Kasse Kunde mit Einmalhandschuhen, bezahlt mit Bargeld
Berufstätige, die derzeit nah am Kunden oder Patienten arbeiten, haben verständlicherweise mehr Angst, sich mit dem Corona-Virus anzustecken, als andere.
Foto: © winyu/StockAdobe

Aktuell gehen fast alle Befragten (95 Prozent) davon aus, dass die Corona-Krise unsere Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verändern wird. Am meisten Sorgen machen sich die Studienteilnehmer um ihre direkten Mitmenschen; gut zwei Drittel (69 Prozent) geben dies an. Fast ebenso (63 Prozent) sind wegen der wirtschaftlichen Situation in Deutschland beunruhigt. Für den eigenen Arbeitgeber erwartet mehr als jeder Zweite aufgrund der aktuellen Situation Produktionsverluste. Fast die Hälfte der Befragten sorgt sich darum, selbst finanzielle Schwierigkeiten zu bekommen. Jeder Vierte macht sich Gedanken um die Zukunft seines Arbeitsplatzes.

Die Krise stärkt die Zusammenarbeit, doch jedem Fünften fehlt Wertschätzung

Trotz aller Befürchtungen gehen mit gut drei Viertel (79 Prozent) die meisten Studienteilnehmer davon aus, dass ihr Unternehmen eine Zukunft hat. Über die Hälfte der Befragten hält die eigene Tätigkeit aktuell für wichtiger denn je, vor allem Ärzte (83 Prozent) und Pflegekräfte sehen das so (82 Prozent). Allerdings fühlt sich lediglich jeder Fünfte in der momentanen Situation nicht besonders wertgeschätzt. 85 Prozent geben an, genau so zuverlässig zusammenzuarbeiten wie sonst auch. Fast zwei Drittel sagen sogar, dass sie aktuell noch enger zusammenarbeiten als vor der Krise, und drei Viertel der Berufstätigen beschreiben die Stimmung in ihrem Team oder ihrer Abteilung als gut.

Gut vier von zehn Mitarbeitern mit Kunden- oder Patientenkontakt befürchten Ansteckung

Je nachdem, ob die Befragten zuhause arbeiten oder nicht, sind ihre Sorgen etwas unterschiedlich gelagert. So haben 44 Prozent der Mitarbeiter in der Produktion sowie Ärzte, Pfleger oder Kassierer im Supermarkt Angst, sich mit dem Virus zu infizieren, während dies bei den Heimarbeitern mit 30 Prozent etwas weniger Menschen befürchten. Letztere machen sich stattdessen vermehrt Gedanken darüber, wie es ihrem Arbeitgeber wirtschaftlich geht oder wie sie virtuell mit Kollegen zusammenarbeiten können.

Mehrheit kommt im Homeoffice zurecht

Für viele Mitarbeiter ist die Arbeit vom heimischen Schreibtisch aus neu und ungewohnt. Rund drei Viertel (74 Prozent) finden immerhin, dass die von ihrem Unternehmen bereitgestellte Hard- und Software gut für die Arbeit im Homeoffice geeignet ist. 60 Prozent sind der Meinung, dass sie digitale Tools zur Zusammenarbeit bereits effizient nutzen. Mehr als jeder Dritte sagt, dass er von zuhause aus mehr arbeitet als sonst. Allerdings hat knapp jeder Fünfte Probleme, sich selbst zu motivieren. Und fast jeder Zehnte fährt täglich immer noch ins Büro, obwohl er von zu Hause arbeiten könnte.

Mehr Informationen zu den Studienergebnissen gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.