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Anforderungen an Soft Skills der Mitarbeiter ändern sich

Ein Smartphone verlangt Updates
Die Digitalisierung fordert Updates – auch bei den Mitarbeiterkompetenzen.
Foto: © krissikunterbunt/Fotolia.de

Im Zuge der digitalen Transformation wandeln sich die von Unternehmen gefragten Jobprofile und Anforderungen an Mitarbeiter. Sowohl die wichtigsten Hard Skills als auch die Soft Skills von heute werden auch in zehn Jahren noch die gefragtesten sein. Auf der Rangskala der geforderten Hard Skills ändert sich jedoch vergleichsweise weniger als bei den Soft Skills, bei denen es deutlichere Verschiebungen ergeben. Das zeigt eine repräsentative Studie des Karrierenetzwerks > LinkedIn. Dafür wurden im Januar in Kooperation mit Bitkom Research 305 Personalverantwortliche und Vorstände von Unternehmen ab 50 Mitarbeitern in Deutschland befragt.

Hard Skills: Datenanalyse und -interpretation bleibt am gefragtesten

Unter den Hard Skills ist und bleibt Datenanalyse und-interpretationsfähigkeit am gefragtesten. 87 Prozent der Befragten sagen, dass diese Fähigkeit aktuell sehr wichtig oder eher wichtig ist. Nach ihrem Stellenwert in zehn Jahren gefragt, geben dies mit 91 Prozent noch etwas mehr Arbeitgeber an. Auf dem zweiten Platz mit 82 Prozent liegt derzeit das Wissensmanagement, das einen größeren Bedeutungszuwachs erfährt und in zehn Jahren mit 93 die Spitzenposition einnehmen wird. Auf Platz drei der Fähigkeiten befindet sich heute und in zehn Jahren das Projektmanagement mit einem Anstieg von 64 auf 74 Prozent. Auch Veränderungsmanagement, derzeit auf dem vierten Rang, wird in zehn Jahren die gleiche Bedeutung haben. Die größten Zuwächse verzeichnet Unternehmensführung mit einer Steigerung von 50 auf 73 Prozent; diese Kompetenz klettert vom siebten auf den fünften Platz. Die beiden weiteren Hard Skills mit der größten Steigerungsrate sind allgemeine Digitalkompetenz (von 53 auf 69 Prozent, wenngleich mit einem Rückgang von Rang sechs auf sieben) und Programmierkenntnisse (Zunahme von 32 auf 48 Prozent), die den neunten Platz halten.

Soft Skills: funktionsübergreifende Kompetenzen rücken nach vorn

Die Studie zeigt, dass einige Soft Skills gegenüber den Hard Skills an Bedeutung zulegen. Vor allem aber verschieben sich bei den Soft Skills die Anforderungsprioritäten stärker als bei den Fachkompetenzen. Gegenwärtig gelten Kritikfähigkeit (76 Prozent), Entscheidungsfähigkeit (74 Prozent) und Verhandlungsführung (73 Prozent) als die drei wichtigsten Fähigkeiten. In zehn Jahren werden nach Ansicht der Befragten hingegen funktionsübergreifende Kompetenzen vom siebten Platz (67 Prozent) auf den ersten Platz vorrücken (82 Prozent). Verhandlungsführung kann sich mit einem Anstieg auf 79 Prozent auf Platz zwei behaupten. Mitarbeiterführung steigt vom vierten (70 Prozent) auf den dritten Platz (76 Prozent). Kritikfähigkeit fällt auf Platz vier zurück. Interkulturelle Kompetenz mit einem Anstieg von 67 auf 75 Prozent folgt auf dem fünften Rang. Dies unterstreicht laut LinkedIn die zunehmende Nachfrage nach Mitarbeitern, die über Sprachgrenzen hinweg gut kommunizieren können, ob mit Kollegen oder mit Akteuren außerhalb des Unternehmens.

Kritik, Kreativität, Entscheidungsfähigkeit und Unternehmergeist weniger gefragt

Auf den weiteren Rangplätzen in zehn Jahren liegen Entscheidungsfähigkeit (Abstieg vom zweiten auf den sechsten Platz), Unternehmergeist (Rückgang von Platz fünf auf sieben), Präsentieren und öffentliches Sprechen (Aufstieg vom neunten auf den achten Rang) und Kreativität (Abstieg von Platz sechs auf neun). Wenn die Soft Skills Kritikfähigkeit, Entscheidungskompetenz, Unternehmergeist und Kreativität in zehn Jahren laut Studie weniger gefragt sein werden als heute, könnte man daraus schließen, dass es Führungskräften vor allem darum geht, die Mitarbeiter im digitalen Wandel mitzunehmen, ihnen aber weniger Mitspracherechte und Verantwortung bei unternehmerischen Entscheidungen zuzugestehen.

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