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Jeder vierte Mitarbeiter ist Quereinsteiger

Fachfremde haben heute bei der Jobsuche mehr Chancen als früher.
Beim Recruiting berücksichtigen immer mehr Unternehmen auch Seiteneinsteiger.
Foto: © blende11.photo/StockAdobe

Im Auftrag des Online-Karriereportals > Monster wurden im September dieses Jahres 401 Personalverantwortliche aus Deutschland befragt. Mehr als jeder zweite Umfrageteilnehmer (58 Prozent) gab an, dass Bewerbungen von Fachfremden in ihrem Unternehmen keine Seltenheit mehr sind und wesentlich häufiger eingehen als noch vor zehn Jahren. Fast ein Viertel der HR-Experten (23 Prozent), sagte, in ihrer Firma sei aktuell bereits jeder vierte Mitarbeiter ein Quereinsteiger. In zehn Prozent der teilnehmenden Unternehmen verfügt über die Hälfte der Angestellten nicht über die traditionell passende Ausbildung für ihren Job. Es werde offenbar normal, dass Menschen im Laufe ihres Berufslebens die Tätigkeit wechseln und sich weiterentwickeln, so die Studie.

Fachfremde Berufserfahrung und persönliche Kompetenzen können auch überzeugen

Von den befragten Personalern gaben 88 Prozent zu Protokoll, dass sie Quereinsteiger bei der Besetzung neuer Stellen berücksichtigen. Fast vier von zehn Befragten (39 Prozent) haben in Jobinseraten schon aktiv Quereinsteiger angesprochen. Rund jeder zweite Personalverantwortliche (49 Prozent) achtet nicht mehr nur auf die richtige formale Ausbildung oder das Studium, sondern lässt sich auch von alternativen Berufserfahrungen und anderen Kompetenzen von Bewerbern überzeugen. Ein Drittel der Befragten (34 Prozent gibt an, dass der persönliche Werdegang von vielversprechende Qualitäten zeugen kann. Und gut jeder fünfte Personaler (22 Prozent) stellt Quereinsteiger mit dem Motiv ein, frischen Wind in die Teams zu holen.

In einem schnelllebigen Markt des dauerhaften Wettbewerbs, der Stagnation schnell bestraft, scheinen auch neue Skills immer wichtiger zu werden,

kommentiert Sylvia Edmands, Geschäftsführerin bei Monster in Deutschland, den Trend zur Einstellung von Quereinsteigern. Die Lebensläufe würden verschlungener und Unternehmen nutzten dies für sich, um sich zusätzliche Qualifikationen für die Firma zu sichern.

Lediglich ein Fünftel der Personalverantwortlichen (20 Prozent) hat bisher noch nie Quereinsteiger eingestellt. Als Hauptgrund gaben 40 Prozent an, dass für die zu besetzende Stelle spezielles Fachwissen notwendig gewesen sei. 23 Prozent sagten, dass wichtige Weiterbildungen für Fachfremde zu lange dauern würden, und 20 Prozent nannten als Grund, die Weiterbildung würde zu teuer werden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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