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Generation Z stellt andere Ansprüche

Turnschuhe auf geteertem Untergrund, darüber Schrift
Die jüngste Generation auf dem Arbeitsmarkt will Karriere machen, wünscht sich aber Arbeitgeber mit Haltung.
Foto: © Delphotostock/StockAdobe

In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen der Deutschen an ihren Job gewandelt. Dazu trägt vor allem die die sogenannte Generation Z bei, die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen. Zwar ist auch den Jüngeren die Sicherheit des Arbeitsplatzes am wichtigsten, doch sie legen unter anderem mehr Wert auf die soziale Einstellung von Unternehmen.

Für 58 Prozent der Deutschen ist die Arbeitsplatzsicherheit die wichtigste Anforderung an einen Job. Dieser Aspekt steht zwar auch bei den jungen Berufseinsteigern an erster Stelle, mit nur 48 Prozent spielt das Kriterium jedoch eine geringere Rolle als bei der Gesamtbevölkerung und bei früheren Berufanfängern. Als zweitwichtigste Anforderung nennt die Generation Z mit 39 Prozent die Karrieremöglichkeiten bei einem Arbeitgeber. Das ist der Spitzenwert unter allen Altersgruppen; der demografische Mittelwert liegt bei 30 Prozent. Der Wunsch nach Flexibilität, der auch insgesamt auf Rang drei folgt, ist für die 18- bis 24-Jährigen mit 36 Prozent jedoch weniger wichtig als im altersübergreifenden Schnitt (43 Prozent). Auch finanzielle Sicherheit, die 38 Prozent der Bundesbürger als wichtige Jobanforderung nennen, stellt für die jüngsten Arbeitnehmer mit 31 Prozent ein weniger relevantes Kriterium dar. Das sind Ergebnisse der aktuellen Employer Brand Studie von > Randstad. Dafür wurden weltweit rund 200 000 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren aus 150 Unternehmen in 32 Ländern befragt, davon 6312 Teilnehmer in Deutschland.

Die Jüngeren erwarten vom Arbeitgeber gesellschaftliche Verantwortung

Die Studie zeigt, dass den 18- bis 24-Jährigen die Haltung ihres künftigen Arbeitgebers zu sozialpolitischen und ökologischen Themen wichtiger ist als im demografischen Durchschnitt: Für 24 Prozent der Generation Z spielt es bei der Bewerbung eine Rolle, dass potenzielle Arbeitgeber Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt übernehmen. Altersübergreifend ist dies für 17 Prozent der deutschen Befragten relevant; 2013 stimmte erst rund die Hälfte (acht Prozent) zu.

Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, technologische Nachhaltigkeit, all dies sind aktuelle Themen, deren gesellschaftliche Relevanz sich auch auf dem Arbeitsmarkt widerspiegelt,

sagt Petra Timm, Pressesprecherin bei Randstad. Das stelle Unternehmen beim Recruiting vor neue Herausforderungen.

Generation Z legt mehr Wert auf Diversität und Inklusion

Auch andere Prioritäten bei der Arbeitgeberwahl haben sich in den letzten Jahren verschoben; diese Entwicklung wird maßgeblich von der jüngsten Generation auf dem Arbeitsmarkt getragen. So misst fast ein Viertel dieser Arbeitnehmer (23 Prozent) dem Thema Diversität und Integration/Inklusion eine hohe Bedeutung bei, während es altersübergreifend lediglich 16 Prozent sind. 

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.