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Frauen im Management – für die Karriere durchaus flexibel

Frau mit Flug auf ein Rollfeld mit Flugzeug
Auf zu neuen Ufern – für die Karriere würden mehr Frauen umziehen, als oft angenommen. Foto (CCO): pexels.com

Fast zwei Drittel der deutschen Managerinnen sind bereit, für den nächsten Job umzuziehen oder zu pendeln. Circa jede fünfte weibliche Führungskraft würde auch ins Nicht-EU-Ausland ziehen. Die beliebtesten Städte hierzulande für Karrierefrauen sind München, Hamburg und Frankfurt. Das zeigt eine Studie der auf Frauen spezialisierten Personalberatung > Hunting/Her HR-Partners. Dafür  wurden knapp 1000 Profile von Kandidatinnen des vergangenen Jahres ausgewertet, die sich bei dem-Headhunter initiativ oder auf ausgeschriebene Vakanzen beworben hatten.

Je höher das Gehalt, umso höher die Mobilitätsbereitschaft

Für die Studie wurde die Umzugsbereitschaft der Frauen auch nach Höhe ihres aktuellen Jahreseinkommens untersucht. Dabei zeigte sich, dass bei den Frauen mit bis zu 100 000 Euro Jahreseinkommen noch der Wunsch nach einer wohnortnahen Beschäftigung überwiegt: Mehr als die Hälfte (59 Prozent) würde nicht umziehen. Bei den höheren Einkommensgruppen drehte sich das Bild jedoch um: Von den weiblichen Executives mit einem Jahreseinkommen zwischen 200 000 und 300 000 Euro gaben nur noch 28 Prozent an, wohnortgebunden zu sein; für die anderen 72 Prozent käme ein Umzug für die Karriere in Frage. Von den Top-Managerinnen mit einem Jahreseinkommen von 300 000 bis 500 000 Euro wären sogar 85 Prozent bereit, auch international umzuziehen.

Unsere Auswertung zeigt erneut, dass die aktuelle Generation Führungsfrauen sehr viel flexibler ist, als ihr gelegentlich nachgesagt wird,

kommentiert Amel Lariani, Partnerin bei Hunting/Her, das Ergebnis der Studie. Sie ist der Meinung, dass sich bei männlichen Führungskräften keine statistisch signifikanten Änderungen finden würden. Nach Ansicht von Henrike von Platen, CEO und Gründerin des > Fair Pay Innovation Labs, ist es wichtig, das Bild von Frauen in Führung zu korrigieren. Um die Gleichstellung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu beschleunigen, brauche es mehr Transparenz und weniger Klischees. Die gestrigen Rollenbilder seien extrem wirkmächtig. Oft heiße es, Frauen wollten ja gar nicht und sie würden gar nicht erst gefragt. Wichtig sei, dass jede für sich selbst entscheiden kann, wie und wo der nächste Karriereschritt stattfinden soll.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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