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HR-Trends für 2021

Recruting via KI grhört zu den sich abzeichnenden HR-Trends.
Foto: © Andrey Popov-stock.adobe.com
Recruting via KI grhört zu den sich abzeichnenden HR-Trends.
Foto: © Andrey Popov-stock.adobe.com

Laut > CleverConnect wird das Jahr 2021 Unternehmen die Gelegenheit bieten, ihr Personalmanagement vollständig zu überdenken und zu optimieren, neue Recruiting-Strategien zu entwickeln und in neue Recruiting-Tools und eine intelligente Karriereseite zu investieren. Die Pandemie habe “für viele Unternehmen eine Tür in eine digitale, automatisierte und intelligente Richtung geöffnet”, sagt Stéphane Brunner, Leiter der Abteilung International Sales bei CleverConnect. Der Anbieter macht fünf HR-Trends für die Arbeitswelt und Personalbeschaffung von morgen aus. Die meisten dieser Trends schreiben die kontaktlose Kommunikation fort, die sich aufgrund der Beschränkungen in diesem Jahr verbreitet hat, oder befürworten die weitere Abkehr von persönlichen Begegnungen.

Ausweitung von Tele- und Hybrid-Arbeitsmodellen

Fern- und Hybrid-Arbeitsmodelle werden in den kommenden Jahren unentbehrlich sein, so die erste These. Mitarbeiter werden nicht mehr an einen physischen Standort gebunden sein und Unternehmen haben die Möglichkeit, auch Fachkräfte in anderen Regionen oder Ländern zu finden. Das Ergebnis seien mehr digitale, mobile und dezentralisierte Management-, Rekrutierungs- und Einarbeitungsprozesse, die aus der Ferne gesteuert werden müssen.

Personalbeschaffung per Video

Video-On-Demand-Rekrutierungstools befinden sich bereits in diesem Jahr im Aufwind. Im September lag die Zahl der Einladungen zu Video-Interviews laut CleverConnect um 330 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zu telefonischen Interviews seien solche Tools zeitlich und räumlich flexibel einsetzbar: Bewerber könnten die Fragen beantworten, wann es ihnen passt, und die Personalvermittler könnten die Antworten zu einem für sie passenden Zeitpunkt einsehen. Gleichzeitig erfordere diese Art des Video-Recrutings auch weniger Planung und sei effizienter, heißt es. Auch ließen sich damit Unternehmenswerte zielgruppenspezifischer vermitteln, kulturelle Übereinstimmung einfacher herausfiltern und Soft Skills schneller entdecken.

Recruiting und Onboarding mit KI und VR

Trend Nummer drei sind KI-basierte Instrumente, die Recruiter bei der Suche und Auswahl von Bewerbern unterstützen. Personalmanager haben außerdem die Möglichkeit, KI-basierte Rekrutierungsinstrumente so zu programmieren, dass Informationen wie ethnische Zugehörigkeit, Alter und Geschlecht ausgeblendet werden. Das fördere die Diversität. stelle sicher, dass alle Bewerber die gleichen Chancen haben, und minimiere menschliche Vorurteile, die den Einstellungsprozess beeinflussen können. Sowohl beim Recruiting als auch im Onboarding setzt sich laut Prognose außerdem VR-Technologie durch, so könnten etwa Assessment Center in einer virtuellen Realität zeit- und ortsunabhängig durchgeführt und neue Mitarbeiter von Führungskräften auch aus der Ferne eingearbeitet werden.

Robotergestützte Prozessautomatisierung und HR-Chatbots

Künftig können Unternehmen, so die Aussicht, verstärkt robotergestützte Prozessautomatisierung (RPA) einsetzen, um Arbeitsprozesse von HR-Teams zu erleichtern, damit diese sich auf hochwertigere Aufgaben konzentrieren können. Außerdem seien Chatbots geeignet, um die Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu unterstützen, indem sie Fragen zu den Unternehmensrichtlinien beantworten und in Kombination mit VR-Tools auch für Schulungen eingesetzt werden.

Weiterbildung von Mitarbeitern für interne Rekrutierung

Als fünten Trend sieht der Anbieter die unternehmensinterne Rekrutierung: Aufgrund verschiedener Bedinungen – von Umstrukturierungen bis hin zu fehlenden Kandidaten – konzentrierten sich Arbeitgeber immer mehr darauf, ihre Belegschaft weiterzubilden, damit sie neuen Anforderungen gerecht werden. Lern- und Entwicklungsstrategien würden zu einer Top-Priorität, um entscheidende Qualifikationen wie Soft Skills und digitale Kompetenzen zu fördern. Vor allem Mitarbeiter, die von der zunehmenden Automatisierung betroffen sind, müssten neue Kompetenzen erwerben.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.