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IT-Experten am dringendsten gesucht

Unter den IT-Experten sind Software-Entwickler derzeit am begehrtesten.
Foto: © tashatuvango/Fotolia.de
Unter den IT-Experten sind Software-Entwickler derzeit am begehrtesten.
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Zu den Aufsteigern zählen außerdem IT-Berater sowie Architekten.

Derzeit dauert es in Deutschland im Schnitt 102 Tage, bis Unternehmen eine offene Stelle besetzen können. Den größten Anteil am Stellenmarkt haben IT-Berufe. Circa jedes achte Jobinserat (13,1 Prozent) richtet sich an entsprechend qualifizierte Kandidaten. Die IT-Berufe haben das Tätigkeitsfeld Verkaufsberatung/Vertrieb, das sich seit 2008 mit nur einer Unterbrechung auf dem ersten Platz befand, dieses Jahr auf den zweiten Rang verwiesen. Der Anteil an den Berufsfeldern macht 9,8 Prozent aus. Auf Platz drei mit 8,2 Prozent befindet sich das Berufsfeld Sachbearbeitung, gefolgt von Gesundheit/Pflege mit 8,1 Prozent und Ingenieure/Naturwissenschaftler mit 6,8 Prozent. Damit wurde fast die Hälfte aller Stellenangebote in diesen ersten fünf Tätigkeitsfeldern ausgeschrieben. Das Berufsfeld Gesundheits-, Sozial- und Rechtsberatung verzeichnete nach einem zuletzt überdurchschnittlichen Anstieg nun einen Rückgang von 2,2 Prozent und steht mit 4,9 Prozent auf dem sechsten Platz. Der Anteil der Positionen im Bereich Elektronik befindet sich mit 4,1 Prozent an siebter Stelle und damit so weit vorne wie noch nie seit Erhebungsbeginn. Das geht aus dem Dekra-Arbeitsmarkt-Report 2018 hervor, für den im Frühjahr 12 966 Stellenangebote ausgewertet wurden.

Nachfrage nach Ingenieuren nur noch auf Platz zehn

Die Untersuchung nach Berufen zeigt, dass Software-Entwickler, -Architekten und Programmierer am meisten gesucht werden. Im vergangenen Jahr rangierten sie noch auf dem dritten Platz und 2009 sogar auf Rang zehn. Die am zweithäufigsten nachgefragten Berufe sind Elektroniker, Elektriker und Elektroinstallateure. Auf den Folgeplätzen befinden sich Gesundheits- und Krankenpfleger, IT-Berater und -Analysts, Wirtschaftswissenschaftler und Betriebswirte, Kundenbetreuer, -berater und Account Manager, Produktionshelfer, Vertriebsmitarbeiter und -assistenten, Sales Manager und Produktmanager sowie Architekten und Bauingenieure. Die Liste der am meisten gesuchten Berufe macht deutlich, dass keineswegs nur Akademiker stark gefragt sind.

In den nicht-akademischen technischen Berufen spitzt sich die Situation weiter zu: Elektroniker gehören seit Jahren zu den begehrtesten Fachkräften und auch Mechatroniker verzeichnen einen Höchststand innerhalb ihres Berufsfelde,

kommentiert Jörg Mannsperger, Geschäftsführer der Dekra Akademie, die Studienergebnisse.

Gleich drei Vertriebsberufe unter den Top Ten

Den IT-Beratern ist dieses Jahr erstmals der Sprung in die Top Ten gelungen. Vermutlich, so die Studie, profitieren sie davon, dass die Optimierung von Prozessen durch neue Technologien momentan ganz oben auf der Agenda von Unternehmen steht und hier ein hoher Beratungsbedarf besteht. Auffällig ist außerdem, dass sich gleich drei Vertriebsberufe unter den Top Ten befinden. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Call-Center-Agents allerdings zurückgegangen, dieser Beruf befindet sich derzeit nur noch auf Platz 16 gegenüber Platz neun im letzten Jahr. Die Entwicklung steht offenbar in Zusammenhang mit dem tiefgreifenden Wandel des Tätigkeitsfeldes, denn Unternehmen setzen im Kontakt mit (potenziellen) Kunden zunehmend neue Technologien wie Chats, Künstliche Intelligenz sowie Augmented und Virtual Reality ein. Maschinenbauer und Elektroingenieure rangieren in diesem Jahr nicht unter den ersten zehn Plätzen, sondern teilen sich den zwölften Platz – ein Novum, denn Elektroingenieure gehörten seit 2008 zu den Top-Ten-Berufen. Architekten und Bauingenieure, die im letzten Jahr noch auf Platz 16 standen, profitieren hingegen vom anhaltenden Bauboom und rückten sechs Plätze vor.

Jeder dritte Führungsposition richtet sich an Projektmanager

Die Analyse zeigt außerdem, dass sich rund jedes neunte Stellenangebot (11,5 Prozent) an Bewerber mit Führungserfahrung richtete. Damit ist der Anteil an ausgeschriebenen Jobs mit Personalverantwortung stabil geblieben. Fast jede dritte Führungsposition (32,6 Prozent) ist für Projektmanager ausgeschrieben – laut Studie passend zum Trend, dass Projektarbeit tendenziell zunimmt.

Der vollständige DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2018 steht als > Blätterkatalog zur Verfügung.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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