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Globales Abbild des digitalen Arbeitsmarkts

Symbolischer halber Erdball mit WLAN-Vernetzung
Was die digitalen Kompetenzen betrifft, steht Deutschland weltweit recht gut da.
Foto: © Ravil Sayfullin/StockAdobe

Deutschland weltweit auf Rang fünf in Sachen KI

Auf der LinkedIn-Plattform ist erkennbar, dass Kompetenzen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) zu den Fähigkeiten gehören, deren quantitative Bedeutung am schnellsten zunimmt. Der internationale Vergleich des Economic Graph zeigt, dass Deutschland hinsichtlich dieser Skills auf Platz fünf steht und damit recht gut abschneidet. Lediglich die USA, China, Indien und Israel liegen vor der Bundesrepublik. Für den > Economic Graph wertet LinkedIn anonymisiert die Daten beruflicher Mitgliederprofile sowie die offenen Stellen der auf der Plattform vertretenen Arbeitgeber aus. Allerdings bildet die Plattform nicht den gesamten Arbeitsmarkt ab, da sie in deutschen Städten stärker vertreten ist als in ländlichen Regionen. Die Ergebnisse wurden > hier von Kristin Keveloh veröffentlicht.

Weibliche KI-Kompetenz: Bundesrepublik international auf dem drittletzten Platz

Auch wenn Deutschland in Sachen KI global insgesamt gut dasteht – was den Frauenanteil hinsichtlich dieser Kompetenz betrifft, hinkt die Bundesrepublik weltweit hinterher: Hierzulande sind lediglich 16 Prozent aller KI-Fachkräfte – rund ein Sechstel – weiblich. Weltweit beträgt der Anteil 22 Prozent. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland den drittletzten Platz; nur Mexiko (15 Prozent) und Brasilien (14 Prozent) schneiden noch schlechter ab. Innerhalb der EU ist Deutschland sogar – gemeinsam mit Polen – Schlusslicht. Laut LinkedIn schaffen es Frauen im KI-Bereich auch nicht, gegenüber den Männern aufzuholen, da sie ihre Profile im gleichen Tempo um KI-Kompetenzen ergänzen wie Männer. Ein weiteres Ergebnis: Weibliche KI-Fachkräfte sind oft in Lehre und Forschung tätig, nicht aber in der Entwicklung Künstlicher Intelligenz.

Pilotstudie für den Raum München

Speziell für den Ort München hat LinkedIn gemeinsam mit der Stadt und der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern eine Pilotstudie zum Arbeitsmarkt im Hinblick auf digitale Kompetenzen erstellt. Danach ist München gut aufgestellt, was die digitale Kompetenz angeht. Im Städtevergleich befindet sich die Stadt auf Platz zwei, hinter Berlin. Es folgen Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und Köln. Im Münchner Raum werden von Arbeitgebern vor allem digitale Fachkompetenzen in Programmiersprachen, Softwareentwicklung und Machine Learning stark nachgefragt. Knapp jedes vierte Münchner LinkedIn-Mitglied verfügt über solche Skills. Allerdings zeigt sich auch hier, dass Frauen bezüglich der Digital-Kompetenz zurückstehen: Nur sieben Prozent haben entsprechende Kenntnisse. Am häufigsten finden sich in München Fachkräfte mit digitalen Kompetenzen in der Informations- und Kommunikationsbranche, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe, insbesondere der Automobilindustrie. In den Branchen Bildung und Gesundheit hingegen fehlt es an entsprechendem Know-how. Die Analyse zeigt außerdem, dass Mitglieder der Plattform, die über solche Kompetenzen verfügen, viermal häufiger die Arbeitsstelle wechseln als andere Mitglieder. Mehr Informationen gibt es zum > Download.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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