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Umgekehrte Rollen im Bewerbungsprozess

Ein junger Mann liegt bäuchlings vor seinem Laptop und schaut selbstbewusst und abwartend.
Junge IT-Experten können es sich heute leisten, darauf zu warten, dass sie angesprochen werden.
Foto: © auremar/Fotolia.de

Junge IT-Experten hierzulande sind von ihren beruflichen Perspektiven überzeugt: 89 Prozent rechnen sich gute oder sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt aus – das sind fünf Prozent mehr als 2015. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der IT-Studierenden und IT-Berufsanfänger bevorzugen es, wenn potenzielle Arbeitgeber die Initiative zur Kontaktaufnahme ergreifen, bevor es zum eigentlichen Bewerbungsprozess kommt. Für 62 Prozent sollte dieser Erstkontakt dabei über einen Mitarbeiter der IT-Fachabteilung, also auf fachlicher Augenhöhe, erfolgen. Das zeigt die aktuelle Studie “get started 2017” der HTWK Leipzig und des Karriereportals get in IT. Dafür wurden von Mai bis Juni 2017 insgesamt 1069 IT-Studierende und IT-Absolventen mit erster Berufserfahrung befragt.

Headhunter – nein danke

Viele IT-Talente erfahren bereits während des Studiums, wie begehrt sie sind. So gab die Hälfte der Befragten an, schon einmal von einem Headhunter angesprochen worden zu sein. Doch 97 Prozent von ihnen bevorzugen die direkte Ansprache durch Vertreter des Unternehmens und nicht durch externe Berater.

Zwei Drittel der IT-Talente werden von Unternehmen angesprochen

Die Arbeitgeber scheinen sich auf das neue Anspruchsdenken der Kandidaten bereits einzustellen. Immer mehr Unternehmen verzichten auf die bisher gängige Anzeigenschaltung, die von einer Bewerbung des Kandidaten ausgeht. Rund zwei Drittel (65 Prozent) der angehenden IT-Spezialisten wurden bereits direkt von Unternehmensvertretern angesprochen. Dabei können sich besonders Arbeitgeber profilieren, die ihre Werte klar transportieren: Für zwei Drittel der Kandidaten ist dies ein entscheidendes Kriterium bei der Arbeitgeberwahl. Genauso viele junge ITler (67 Prozent) bevorzugen diejenigen Unternehmen, die sich mit dem spezifischen Fachprofil der Kandidaten auseinandersetzen und dies auch in ihrer Kontaktanfrage berücksichtigen.

Lieber fachlich weiterkommen als auf der Karriereleiter

Fachliche Weiterbildungs- und entwicklungsmöglichkeiten finden ebenfalls 67 Prozent der jungen IT-Experten attraktiv. Diese Aspekte liegen deutlich vor dem Bedürfnis, Chancen auf eine Führungskarriere zu haben: Nur noch 16 Prozent der Befragten sind daran interessiert, mittelfristig Führungsaufgaben zu übernehmen; im letzten Jahr waren es noch 21 Prozent. Individuelle Benefits spielen nur für 13 Prozent der angehenden IT-Spezialisten eine Rolle bei der Berufswahl.

Die komplette Studie kann > hier zum Download angefordert werden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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