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Virtuelle Jobinterviews für jedes zweite Unternehmen keine Option

Personalerin mit Kandidat im Jobinterview
Foto: © New Africa-stock.adobe.com

Gut jedes zweite Unternehmen hierzulande (54 Prozent) gibt an, dass die Corona-Krise den digitalen Wandel in der Organisation nachhaltig vorangetrieben hat. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) nutzt seitdem verstärkt digitale Tools. Knapp ein Viertel der Firmen (23 Prozent) hat in dieser Zeit virtuelle Tools für die Kommunikation und Organisation eingeführt. Kleinere Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern liegen hier genau im Schnitt. Das geht aus einer Sondererhebung im Rahmen der Personalleiterbefragung von > Randstad vom ersten Quartal dieses Jahres hervor. An der Umfrage beteiligten sich rund 1000 Personalverantwortliche.

Nur jeder fünfte Arbeitgeber will verstärkt digital rekrutieren

Was das Recruiting betrifft, so will gut die Hälfte der befragten Arbeitgeber (53 Prozent) auch künftig auf virtuelle Bewerbungsgespräche verzichten. Knapp ein Fünftel (19 Prozent) gibt an, virtuelle Jobinterviews in gleiche Umfang wie bisher durchführen zu wollen. Lediglich rund jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) beabsichtigt, bei Bewerbungsgesprächen künftig häufiger auf digitale Kanäle zu setzen.

Bei welchem Arbeitgeber möchte ich arbeiten? Welcher Kandidat passt in mein Unternehmen? Das ist in erster Linie eine Frage der zwischenmenschlichen Vertrauensbildung. Die Digitalisierung bietet enormes Potenzial, den Bewerbungsprozess zu optimieren. Am Ende steht aber immer der persönliche Austausch im Mittelpunkt,

kommentiert Dr. Lars Hewel, Group Director Business Innovation bei Randstad Deutschland, die Befragungsergebnisse. Die meisten Unternehmen seien sich allerdings darin einig, dass die Digitalisierung der alltäglichen Abstimmung und Arbeitsorganisation immer wichtiger werde, so Hewel.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.