Die DIS AG gehört zu den größten Personaldienstleistern in Deutschland. Sie ist ein Unternehmen der Adecco Group, die mit mehr als 700.000 Mitarbeitenden in 60 Ländern weltweit vertreten ist. Dieser Artikel basiert auf über 50 Jahren Erfahrung in der Vermittlung von Fach- und Führungskräften und unserer jüngsten Umfrage „Recruiting in Deutschland“, deren Erkenntnisse wir gerne teilen möchten.

Die deutsche Industrie kämpft derzeit an mehreren Fronten: hohe Energiepreise, eine schwächelnde Weltkonjunktur und ein Mangel an Fachkräften. 25 Prozent der Unternehmen fürchten, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Jedes zweite Industrieunternehmen hat derzeit Probleme, offene Stellen zu besetzen.
Es mangelt vor allem an dual ausgebildeten Fachkräften sowie Techniker:innen und Meister:innen. Die Personalengpässe sind derzeit sogar so groß, dass mehr als jedes vierte Unternehmen befürchtet, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.
Manche Unternehmen sind aufgrund der wirtschaftlichen Lage aktuell dennoch zurückhaltender mit Neueinstellungen. Doch das heißt in Zeiten des Fachkräftemangels: Gerade jetzt gilt es, die Gelegenheit zu nutzen. Wer jetzt strategisch vorgeht und in neues Personal investiert, sichert sich die Fachkräfte von morgen, sobald die Auftragslage wieder anzieht. Wir zeigen Ihnen, wie das gelingen kann und worauf es dabei ankommt.
An unserer Umfrage „Recruiting in Deutschland“ haben sich mehr als 674 Personalverantwortliche beteiligt. Daraus ist der HR Trend Report der DIS AG entstanden, der unter anderem detailliert Einblick über die Recruiting-Praxis gibt und welche Maßnahmen immer wichtiger werden.
Welche Recruiting-Kanäle werden derzeit am häufigsten genutzt?
Die typischen Karriereplattformen wie XING und LinkedIn spielen eine immer größere Bedeutung im Recruiting, wobei LinkedIn immer beliebter wird. Auch auf die vielen Jobportale möchte keiner verzichten. Ganz ohne Personaldienstleister geht es auch nicht. Sie haben sich als Unterstützung für HR-Abteilungen mittlerweile etabliert und sind in Zeiten des Fachkräftemangels nicht mehr wegzudenken. Interessant ist, dass viele Unternehmen sich auf ihre „inneren Werte“ konzentrieren und mittels Mitarbeitende-werben-Mitarbeitende-Kampagnen neue Talente suchen. Am wenigsten greifen Unternehmen bei der Personalsuche auf die gedruckten Zeitungen sowie die Agentur für Arbeit zurück.

Wie entwickelt sich der Bereich Human Resources? Welche Rolle spielt das Recruiting künftig?
Unsere Umfrage hat gezeigt, dass derzeit ein großer Wandel stattfindet. Die Personalsuche wird analytischer und immer datenbasierter. Doch während die Digitalisierung und die Möglichkeiten weiter voranschreiten, haben sich das Know-how und der optimale Umgang mit Daten in Unternehmen oftmals noch nicht professionell etabliert.
Auch die Suche nach künftigen Talenten fokussiert sich immer mehr auf die großen Karriereplattformen, wie LinkedIn und Xing, sowie Jobportale und Personaldienstleister wie die DIS AG. Viele altbekannte Recruiting-Kanäle wie Zeitungen oder die Arbeitsagentur spielen kaum noch eine Rolle. Auch Social Media – insbesondere Facebook und Instagram – können die Erwartungen nicht erfüllen. Dies liegt aber vor allem an den geänderten Datenschutzvorgaben vom Mutterkonzern Meta. So werden dort viele Jobs und Arbeitsbereiche in den Zielgruppen gar nicht mehr aufgeführt, eine Filterung nach Alter ist erst recht nicht möglich. Dies erschwert ein gezieltes Targeting auf der Plattform enorm.
Interessant ist vor allem die Entwicklung hin zu eigenen Netzwerken und Mitarbeitende-werben-Mitarbeitende-Aktionen. Auch die Bedeutung des Employer Brandings wird wichtiger. Immer mehr Unternehmen setzen darauf, und erste Erfolge sind sichtbar. Am Ende wird es der richtige Recruiting-Mix sein, der darüber entscheidet, ob neue Talente gefunden werden können oder nicht. Der vollständige HR Trend Report mit weiteren Ergebnissen unserer Umfrage, inklusive der erfolgreichsten Recruiting-Kanäle, sowie 14 Tipps, wie Sie Mitarbeitende erfolgreich gewinnen und halten, steht hier kostenlos zur Verfügung.
