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Sozialversicherung: Diese Regelungen ändern sich 2023

Aktuelle Grenzwerte und Beitragssätze

Zum Jahreswechsel 2021/2022 blieben viele Grenzwerte Corona bedingt unverändert, einige bewegten sich sogar nach unten. Das ist zum Jahreswechsel 2022/2023 wieder anders. Hier kennen die Grenzwerte wie sonst auch nur eine Richtung – nach oben.

Eine Übersicht über die aktuellen Grenzwerte in der Sozialversicherung und die geltenden Beitragssätze finden Sie hier:

Die gesetzlich festgesetzten Beitragssätze bleiben grundsätzlich unverändert. Das gilt allerdings nicht für die Arbeitslosenversicherung (steigt auf 2,6 Prozent), die Künstlersozialabgabe (steigt auf 5 Prozent) und die Insolvenzgeldumlage (sinkt auf 0,06 Prozent). Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung liegt bei 1,6 Prozent.

Reform der Minijobs ab Oktober 2022

Bedingt durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde, musste der Grenzwert für die geringfügigen Beschäftigungen angepasst werden. Damit hat der Gesetzgeber eine Reform verbunden: So wurde der Grenzbetrag für die Minijobs nicht nur von 450 Euro auf 520 Euro angehoben, sondern zugleich dynamisch ausgestaltet. Basierend auf einer wöchentlichen Arbeitszeit von zehn Stunden wird die Grenze bei einer Veränderung des Mindestlohnes automatisch angepasst.

Neu geregelt wurde die Möglichkeit des gelegentlichen unvorhersehbaren Überschreitens der monatlichen Entgeltgrenze. Schon bisher war dies bis zu zweimal im Jahr möglich, allerdings ohne Beschränkung bei der Höhe der Überschreitung. Künftig darf die Überschreitung nur noch in der Höhe des Grenzwertes liegen (also im Monat des Überschreitens maximal 1040 Euro) und nur zweimal innerhalb eines Zeitjahres (nicht Kalenderjahres).

Reform der Midijobs (Übergangsbereich) ab Oktober 2022

Eine Änderung der Midijobs (offizielle Bezeichnung: Beschäftigung im sozialversicherungsrechtlichen Übergangsbereich) war schon durch die Erhöhung der Entgeltgrenze für Minijobs erforderlich, da der Übergangsbereich bei einem Entgelt von einem Cent über dem Grenzwert für Minijobs beginnt. Bis September lag der Bereich zwischen 450,01 Euro bis zu 1300 Euro. Nun wurde die untere Grenze an die neue Minijobgrenze angepasst und beginnt bei 520,01 Euro. Der obere Grenzwert wurde ab 1. Oktober 2022 zunächst auf 1600 Euro festgelegt. Im Rahmen der Entlastungsmaßnahmen (Energiepreise, Inflationsausgleich) wurde die Obergrenze ab 1. Januar 2023 gleich noch einmal auf 2000 Euro erhöht.

Und noch etwas wurde geändert: Die Beitragsverteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wurde zugunsten der Beschäftigten verschoben. Dazu wurde eine neue Berechnungsformel eingeführt.

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