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Grenzwerte und Beiträge in der Sozialversicherung 2023

Beitragssätze:

Krankenversicherung

allgemeiner Beitragssatz14,6 v.H.
ermäßigter Beitragssatz14,0 v.H.
ggf. zuzüglich eines kassenindividuellen Zusatzbeitrags
durchschnittlicher Zusatzbeitrag1,6 v.H.
pauschaler Beitragssatz für geringfügig Beschäftigte13,0 v.H.

Pflegeversicherung

allgemeiner Beitragssatz3,05 v.H.
Beitragszuschlag für Kinderlose0,35 v.H.

Rentenversicherung

allgemeiner Beitragssatz 18,6 v.H.
Beitragssatz Knappschaft24,7 v.H.
pauschaler Beitragssatz für geringfügig Beschäftigte15,0 v.H.

Arbeitslosenversicherung                                                            

2,6 v.H.

Entgeltfortzahlungsversicherung

U1nach Satzung der jeweiligen Kasse
U2nach Satzung der jeweiligen Kasse

Insolvenzgeldumlage

0,06 v.H.

Künstlersozialabgabe

5,00 v.H.

Beitragszuschuss des Arbeitgebers (Höchstbetrag)

Zuschuss für freiwillig gesetzlich Versicherte
zzgl. der Hälfte des individuellen Zusatzbeitrags 
364,09 Euro
Zuschuss für privat Krankenversicherte
zzgl. der Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitrags
364,09 Euro
39,90 Euro
Zuschuss für Pflegeversicherung76,06 Euro
Zuschuss für Pflegeversicherung (nur Sachsen)51,12 Euro

Faktor F

0,6922

Beitragsbemessungsgrenzen

 Alte BundesländerNeue Bundesländer
 monatlichjährlichmonatlichjährlich
Krankenversicherung/Pflegeversicherung4.987,50 Euro59.850 Euro4.987,50 Euro59.850 Euro
Rentenversicherung/Arbeitslosenversicherung7.300 Euro87.600 Euro7.100 Euro85.200 Euro
Knappschaftliche Rentenversicherung8.950 Euro107,40 Euro8700 Euro104,40 Euro

Weitere Grenzwerte:

Krankenversicherungspflichtgrenze (jährlich)

allgemein66.600 Euro
besondere Grenze59.850 Euro
(gilt für Personen, deren Entgelt die am 31.12.2003 geltende Versicherungspflichtgrenze überschritt und privat krankenversichert waren)

Bezugsgröße

West3.395 Euro
Ost3.290 Euro

geringfügige Beschäftigung

520 Euro

Gleitzone (Midijob)                                                                   

520,01 Euro bis 2000 Euro

Geringverdiener

325 Euro

Sachbezüge

Freie Verpflegung288 Euro
Freie Unterkunft265 Euro
Gesamt (für Jugendliche und Auszubildende gelten abweichende Beträge)553 Euro

Beitragsverteilung

Die Sozialversicherungsbeiträge werden grundsätzlich paritätisch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt. Allerdings gibt es einige Besonderheiten.

Krankenversicherung

In der Krankenversicherung werden die gesetzlich festgelegten Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte getragen. Seit 2019 gilt das auch für einen von der Krankenkasse des Beschäftigten erhobenen Zusatzbeitrag.

Pflegeversicherung

In der Pflegeversicherung müssen kinderlose Mitglieder einen Beitragszuschlag von 0,35 v.H. des beitragspflichtigen Entgelts zahlen. Dieser Zuschlag ist allein vom Arbeitnehmer zu zahlen (Ausnahme Geringverdiener). Im Bundesland Sachsen ist der Arbeitgeberanteil niedriger.

Rentenversicherung

Sind Mitarbeiter rentenversicherungsfrei, weil sie eine Altersrente beziehen und die individuelle Regelaltersgrenze erreicht haben, muss der Arbeitgeber gleichwohl seinen Anteil an den Beiträgen (9,30 v.H.) abführen. Verzichtet der Beschäftigte auf die Rentenversicherungsfreiheit, wird der Arbeitnehmeranteil auch weiterhin abgezogen.

Arbeitslosenversicherung

Beschäftigte, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, sind arbeitslosenversicherungsfrei. In diesen Fällen muss nur der Arbeitgeber seinen Beitragsanteil entrichten.

Geringverdiener

Bei Auszubildenden, deren Arbeitsentgelt nicht mehr als 325 Euro beträgt, muss der Arbeitgeber den Gesamtbeitrag – also Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil – allein tragen. Dies gilt auch für den Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung und gegebenenfalls den Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung. In diesen Fällen wird nicht der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz herangezogen, sondern der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz.

Besonderheit: Wird die Geringverdienergrenze nur durch eine Einmalzahlung überschritten, so trägt der Arbeitgeber die gesamten Beiträge bis zur Grenze von 325 Euro allein. Die auf den überschießenden Betrag entfallenden Beiträge werden nach den üblichen Regelungen aufgeteilt.

Ein Beispiel: Ein Auszubildender mit einem monatlichen Entgelt von 300 Euro erhält im April eine Sonderzahlung von 100 Euro. Die Beiträge aus 325 Euro trägt der Arbeitgeber allein. Die auf die restlichen 75 Euro entfallenden Beiträge teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wobei der Auszubildende den Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung und gegebenenfalls den Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung allein trägt.

Umlagen zur Entgeltfortzahlungsversicherung

Die Umlagebeträge zur U1 (Kostenerstattung für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall) und zur U2 (Kostenerstattung für Aufwendungen bei Mutterschaft) sind ausschließlich vom Arbeitgeber aufzubringen. Die U1 gilt nur für Unternehmen mit nicht mehr als 30 Beschäftigten.

Insolvenzgeldumlage

Im Falle der Insolvenz des Arbeitgebers erhalten die Beschäftigten ausstehendes Arbeitsentgelt von der Bundesagentur für Arbeit. Die dadurch entstehenden Kosten werden über die Insolvenzgeldumlage aufgebracht. Diese Beträge muss der Arbeitgeber zahlen.

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