Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Chemiebranche zahlt am meisten

Ein Master-Abschluss bringt Absolventen neun Prozent mehr Gehalt.
Foto: © zimmytws/Fotolia.de
Ein Master-Abschluss bringt Absolventen neun Prozent mehr Gehalt.
Foto: © zimmytws/Fotolia.de

Hochschulabsolventen verdienen hierzulande im Schnitt 37 Prozent mehr als Berufstätige ohne akademische Ausbildung. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt von Absolventen mit akademischem Abschluss liegt bei 43 500 Euro brutto. Wer einen Master-Abschluss mitbringt, verdient noch einmal neun Prozent mehr als Absolventen mit abgeschlossenem Bachelor-Studium. Absolventen einer staatlichen Universität starten im Schnitt mit 44 500 Euro Jahresgehalt, während Absolventen staatlicher Fachhochschulen auf 43 000 Euro und Absolventen privater Fachhochschulen auf 41 800 Euro kommen. Das zeigt der Gehaltsreport für Absolventen 2017 von > Stepstone. Der Report basiert auf Gehaltsdaten von mehr als 150 000 Fach- und Führungskräften in Vollzeit, die 2014, 2015 und 2016 an einer Online-Befragung teilgenommen haben. Die angegebenen Durchschnittsgehälter sind Bruttojahresgehälter mit allen variablen Bezügen.

Große Verdienstunterschiede je nach Branche

Die höchsten Einstiegsgehälter erzielen Absolventen in der Chemie- und Erdölverarbeitenden Industrie. In dieser Branche liegt das durchschnittliche Jahresgehalt bei 52 300 Euro; das ist ein Fünftel mehr als das, was Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss im Schnitt verdienen. Am zweitmeisten zahlen Banken mit 51 700 Euro und an dritter Stelle folgt die Automobilindustrie mit 50 800 Euro. Am unteren Ende des Rankings befinden sich die Branchen Freizeit und Touristik mit 32 000 Euro, Bildung und Training mit 33 900 Euro sowie Agentur, Werbung und PR mit 34 400 Euro.

Mediziner erzielen die höchsten Einstiegsgehälter

Die Analyse nach Studiengängen zeigt, dass Mediziner und Zahnmediziner mit 50 200 Euro im Schnitt die höchsten Einstiegsgehälter bekommen. Nicht viel weniger verdienen Wirtschaftsingenieure mit 48 200 Euro und Absolventen naturwissenschaftlicher Studiengänge wie Chemie, Pharmazie oder Physik mit 48 100 Euro. Die niedrigsten Einstiegsgehälter erhalten Absolventen der Studiengänge Design, Philosophie und Geisteswissenschaften mit jeweils 33 300 Euro sowie Geschichts- und Kulturwissenschaften mit 33 200 Euro.

Baden-Württemberg, Hessen und Bayern an der Spitze

Der bundesweite Durchschnitt von 43 500 Euro Jahresgehalt wird in einigen Bundesländern deutlich übertroffen: In Baden-Württemberg zahlen die Arbeitgeber Absolventen 46 300 Euro, in Hessen 45 700 Euro und in Bayern 45 300 Euro. Am niedrigsten sind die Gehälter für Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss in den östlichen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern (35 900 Euro), Thüringen (36 300 Euro) und Sachsen-Anhalt (36.800 Euro).