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Top-Verdiener: Key Account Manager und IT-Service-Manager

Mann in Business-Kleidung steckt sich eine Karte mit der Aufschrift
Key Account Manager können sich im Vertrieb über die höchsten Gehälter freuen. Sie verdienen im Schnitt 92 000 Euro im Jahr.
Foto: © Michail Petrov/Fotolia.de

Eine Studie hat die Gehälter von Vertriebsprofis und IT-Experten untersucht. Die zunehmend gefragten Key Account Manager gehören zu den bestbezahlten Mitarbeitern im Vertrieb. Im IT-Bereich verdienen Mitarbeiter mit Kundenkontakt besonders gut.

Vertriebsprofis und IT-Experten verdienen dieses Jahr rund drei Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Begehrte und gut bezahlte Mitarbeiter im Vertrieb sind derzeit vor allem Key Account Manager, Produktmanager und E-Commerce-Experten. Mit 92 000 Euro im Jahr erzielen Key Account Manager das höchste Gehalt. Bei Unternehmensberatungen und im Automotive-Bereich ist die Vergütung am besten. Marketing-Spezialisten kommen auf ein Jahresgehalt von 61 000 Euro und im Online Marketing auf 41 000 Euro. Das geht aus aktuellen Vergütungsreports von > Kienbaum hervor. Untersucht wurden die Gehälter von Führungskräften und Spezialisten in Marketing und Vertrieb sowie in IT-Funktionen.

Neun von zehn Vertriebsleitern bekommen einen Firmenwagen

Über 90 Prozent der Vertriebsleiter und Key Account Manager erhalten eine variable Vergütung. Sie beträgt bei Vertriebsleitern im Schnitt 18 Prozent des Gesamtgehalts und bei Key Account Managern elf Prozent. Die beliebteste Zusatzleistung im Vertrieb ist der Firmenwagen: 87 Prozent der Vertriebsleiter und 72 Prozent der Key Account Manager profitieren von diesem Benefit.

Durch Online-Vertrieb werden Außendienstmitarbeiter weniger gebraucht

Laut Kienbaum wird in der Zusammensetzung der Gehaltsbestandteile jedoch ein Wandel stattfinden. Erwartet wird eine stärkere Verknüpfung der Incentive-Modelle mit den Unternehmensstrategien und eine deutliche Verschiebung hin zu flexibleren Zielbonusmodellen. Außerdem zeige sich, dass die Digitalisierung den Vertrieb vor große Herausforderungen stellt. Der Fokus verschiebe sich klar vom Außendienstmitarbeiter auf den Key Account Manager, sagt Nils Prüfer, Vergütungsexperte bei Kienbaum. Künftig wird laut Studie rund ein Drittel weniger Außendienstmitarbeiter benötigt, da sich die Kompetenzprofile für Vertriebsexperten mit der zunehmenden Bedeutung von Online Vertriebskanälen und Online Marketing änderten. Die Entwicklung des Online-Handels beeinflusst auch den Arbeitsmarkt für IT-Spezialisten, die jedes Unternehmen brauche, um bei der Digitalisierung mithalten zu können, so Prüfer. Entsprechend hoch müssten die Anreize für diese Berufsgruppe gesetzt werden.

In der IT sind Service-Level-Manager besonders gefragt

Der Vergütungsreport über die Gehälter in IT-Funktionen zeigt, dass bei den Informatikern aktuell Positionen mit Kundenkontakt hoch im Kurs stehen: IT-Service-Level-Manager, die die einzelnen Services auf den Kunden ausrichten, verdienen mit einem Jahresgehalt von 83 000 Euro am meisten. IT-Projektleiter und Anwendungsanalysten stehen mit je 82 000 Euro an zweiter Stelle. Administrative IT-Positionen wie IT-Supporter, User-Helpdesk-Spezialisten und Operators hingegen rangieren mit rund 46 000 Euro am unteren Ende der Vergütungsskala. Am besten bezahlt werden IT-Spezialisten in Banken und der Chemiebranche; dort können sie circa ein Fünftel mehr verdienen als im Durchschnitt über alle Branchen. Variable Vergütungsbestandteile sind auch in der IT weit verbreitet.

IT-Spezialisten wünschen sich andere Benefits als Vertriebsexperten

Von den IT-Leitern erhalten 89 Prozent eine variable Vergütung, die im Schnitt 15 Prozent beträgt. Von den IT-Spezialisten bekommen 75 Prozent einen variablen Vergütungsbestandteil, der bei durchschnittlich acht Prozent liegt. Was die Firmenwagen betrifft, zeigt sich jedoch ein deutlicher Unterschied zu Vertriebsmitarbeitern: Lediglich 41 Prozent der IT-Leiter und nur fünf Prozent der IT-Spezialisten bekommen diese Zusatzleistung. Die Studie führt dies darauf zurück, dass IT-Profis andere Prioritäten haben als Vertriebler. Die IT-Experten wünschten sich andere Benefits und bekämen sie auch, so Nils Prüfer. Dazu gehörten etwa eine besondere technische Ausrüstung, flexible Arbeitszeitmodelle oder auch Zuschüsse für eigene Projektideen mit einem potentiellen Nutzen für das Unternehmen.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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