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In Baden-Württemberg gibt es die meisten Urlaubstage

Urlaubsträume - je nach Bundesland und Branche haben die Deutschen unterschiedlich viele freie Tage zur Verfügung.
Foto: © PhotoSG/Fotolia.de
Urlaubsträume – je nach Bundesland und Branche haben die Deutschen unterschiedlich viele freie Tage zur Verfügung.
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Nimmt man noch die gesetzlichen Feiertage hinzu, können sich die Bayern über die meiste Freizeit freuen, während die Berliner das Nachsehen haben.

Ein Vergleich der Bundesländer ergibt, dass Arbeitnehmer in Baden-Württemberg mit durchschnittlich 29,1 Tagen den meisten Urlaub haben. Es folgen Hessen und Nordrhein-Westfalen mit 28,9 Tagen sowie Bayern und Bremen mit je mit 28,8 freien Tagen. Den wenigsten Urlaub gibt es in Sachsen mit 27,5 Tagen; knapp davor liegen Brandenburg und Sachsen Anhalt mit jeweils 27,7 Ferientagen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von > Compensation Partner. Dafür wurden 200 676 Datensätze von Arbeitnehmern in Deutschland untersucht. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern hängen mit den wirtschaftlichen Strukturen zusammen, sagt Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner. Im Süden der Republik befänden sich viele große Unternehmen, die oft nach Tarifverträgen organisiert sind, während es in den neuen Bundesländern viele kleine und mittlere Firmen gebe, die tarifunabhängig sind.

Zusammen mit Feiertagen kommen Bayern auf 41,8 freie Tage

Zählt man zu den Urlaubstagen noch die gesetzlichen Feiertage hinzu, die je nach Bundesland variieren, nehmen die Bayern mit 41,8 freien Tagen den Spitzenplatz ein. Die Baden-Württemberger kommen mit 41,1 Tagen auf den zweiten Platz und die Saarländer mit 40,4 Tagen auf Platz drei. Auf den letzten Rängen liegen Mecklenburg-Vorpommern mit 37,8, Brandenburg mit 37,7 und Berlin als Schlusslicht mit 36,8 Tagen.

Großunternehmen gewähren zweieinhalb Tage mehr als Kleinstbetriebe

Die Analyse nach Firmengröße zeigt, dass die Anzahl der freien Werktage in Großunternehmen mit über 20 000 Mitarbeitern am höchsten ist; die Beschäftigten dort verfügen im Schnitt über 29,8 Urlaubstage. In Firmen mit 501 bis 1000 Beschäftigten gibt es 29,4 Tage Ferien und in Kleinstbetrieben mit bis zu fünf Mitarbeitern nur 27,3 Urlaubstage.

Branchenvergleich: Einzelhandel vorn, Call Center Schlusslicht

Im Branchenvergleich schneidet der Einzelhandel mit durchschnittlich 30,3 Tagen am besten ab. 21 Prozent der Beschäftigten dort erhalten mindestens 30 Urlaubstage. Auf dem zweiten und dritten Platz befinden sich öffentliche Verwaltungen und das Bankenwesen mit jeweils durchschnittlich 29,8 freien Tagen. Über die wenigste freie Zeit verfügen Mitarbeiter in Call Centern; sie bekommen durchschnittlich nur 26,3 Urlaubstage. Über 30 freie Tage im Jahr erhält hier nicht einmal ein Prozent der Mitarbeiter. Aber auch im Hotel- und Gaststättengewerbe haben die Beschäftigten lediglich 26,6 freie Tage zur Verfügung. Im Werbe- und PR-Bereich gibt es mit 27 Tagen auch nur unwesentlich mehr Freizeit.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.