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In Hessen verdient man am besten

Hand mit Euro-Geldscheinen
In manchen deutschen Bundesländern dürfen sich Berufstätige über deutlich mehr Gehalt freuen als in anderen.
Foto (CCO): pexels.com

Der Regionenvergleich zeigt, dass Berufstätige in Hessen 2019 wie auch im letzten Jahr am besten verdienen. In diesem Bundesland beträgt das Durchschnittsgehalt 51 345 Euro im Jahr, das sind 14,1 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. An zweiter Stelle mit 8,6 Prozent mehr als in Gesamtdeutschland steht Baden-Württemberg, gefolgt von Hamburg mit 5,9 Prozent mehr, Bayern (5,1 Prozent über dem Schnitt) und Nordrhein-Westfalen (0,8 Prozent mehr als in ganz Deutschland). Auf den hinteren Rängen liegen die Bundesländer Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Dort liegt das Lohnniveau um etwas mehr als 20 Prozent niedriger als im gesamten Bundesgebiet; in Mecklenburg-Vorpommern beträgt es 34 155 Euro.

Mecklenburg-Vorpommern abgeschlagen

In Hessen ist das durchschnittliche Einstiegsgehalt einer Fachkraft mit Berufsausbildung mit 35 100 Euro sogar höher als die Vergütung eines akademischen Berufseinsteigers in Mecklenburg-Vorpommern (35 500 Euro). Hochschulabsolventen beziehen in Hessen 52 700 Euro. Das zeigt der Gehaltsatlas 2019, für den Gehalt.de die Vergütungsdaten von 492 171 Fach- und Führungskräften ausgewertet hat.

Städtevergleich: größte Gehaltslücke zwischen Stuttgart und Schwerin

Die Analyse nach Landeshauptstädten ergibt, dass Stuttgart mit einem Gehaltsniveau von 124,8 Prozent an der Spitze steht, dicht gefolgt von München mit 124,4 Prozent. Düsseldorf liegt mit 117,7 Prozent auf dem dritten Platz. Auf den unteren Rängen befinden sich Erfurt (84,4 Prozent), Potsdam (84,2 Prozent) und Schwerin (78,3 Prozent).

Ost-West-Unterschiede auch im Branchenvergleich

Das Gehaltsgefälle zwischen neuen und alten Bundesländern ist auch fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch groß und macht derzeit knapp 23,9 Prozent aus. Gegenüber 2017 hat sich die Differenz leicht um 1,3 Prozent verringert. Auch unter Berücksichtigung der Branchen bleiben deutliche Abweichungen bestehen. So erhalten Fachkräfte in der Biotechnologie im Westen 63 500 Euro und ihre Kollegen im Osten lediglich 45 100 Euro – das entspricht einem Unterschied von rund 40 Prozent.

Gender Pay Gap in Ostdeutschland deutlich geringer

Dafür sind die östlichen Bundesländer den westlichen überlegen, wenn es um den Gender Pay Gap geht. Die größte unbereinigte Gehaltslücke – ohne Berücksichtigung von Bildung, Alter, Funktion und Berufserfahrung – gibt es in Baden-Württemberg; dort erhalten Männer 26,5 Prozent mehr als Frauen. Am niedrigsten ist der Wert in Mecklenburg-Vorpommern, wo die geschlechtsspefische Lohndifferenz 16,4 Prozent beträgt.

Mietkosten in München fast doppelt so hoch wie in Dresden

Die Höhe des Gehalts allein sagt allerdings noch nichts über den Lebensstandard aus. Gehalt.de zitiert verschiedene Studien, die die Mietkosten hierzulande untersucht haben. So zahlten Mieter in München laut F+B-Mietspiegelindex 2017 im Schnitt 10,22 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter – 52 Prozent mehr als der bundesdeutsche Durchschnitt. In Dresden hingegen liegt die Miete mit 5,81 Euro im Schnitt fast nur halb so hoch. Berlin nimmt eine Sonderstellung ein, die Stadt holt hinsichtlich der Verteuerung der Mieten rasant auf. So zeigt eine Preisanalyse von ImmobilienScout24, dem Marktforschungsinstituts GfK und von checkmyplace.com, dass der Anteil der Wohnkosten vom Jahresnettoeinkommen innerhalb eines Jahres von 40 auf 46 Prozent im Jahr 2018 angestiegen ist – das heißt, fast die Hälfte des Einkommens wird nur für die Miete aufgewendet.

Der komplette Gehaltsatlas steht zum > Download zur Verfügung.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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