Unterschied zwischen Ost und West bleibt unverändert

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Ein weiblicher und ein männlicher Maurer-Azubi werden von einem Ausbilder angeleitet Ausbilder
Auszubildende im Handwerksberuf Maurer/Maurerin liegen bei der Vergütung vorn.
Foto: © goodluz/Fotolia.de

Zwischen den Ausbildungsberufen bestehen in der Bezahlung bundesweit zum Teil erhebliche Unterschiede.

Im vergangenen Jahr ist die tarifliche Ausbildungsvergütung bundesweit um 2,6 Prozent gestiegen. Damit fiel die Erhöhung deutlich schwächer aus als in den Jahren zuvor: Von 2012 bis 2016 lagen die jährlichen Zuwächse  zwischen 3,4 Prozent und 4,5 Prozent. Im Westen lag der Anstieg 2017 bei 2,6 Prozent und im Osten bei 2,5 Prozent. Im Schnitt verdienten die Auszubildenden hierzulande im letzten Jahr 876 Euro brutto im Monat. In Westdeutschland betrug die durchschnittliche Vergütung 881 Euro, in Ostdeutschland 827 Euro. Damit blieb der Abstand im Tarifniveau zwischen Ost und West unverändert: In den östlichen Bundesländern lag die Bezahlung nach wie vor bei 94 Prozent der westlichen Vergütung. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor. Dafür wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 181 Berufe in West- und 152 Berufe in Ostdeutschland ermittelt.

Großes Vergütungsgefälle zwischen den Ausbildungsberufen

Die Auswertung zeigt, dass sich die Vergütung je nach Ausbildungsberuf stark unterscheidet. Besonders gut werden Maurer-Azubis bezahlt. Hier lag die durchschnittliche tarifliche Vergütung 2017 bundesweit bei 1095 Euro. In Ostdeutschland fielen die Beträge mit 915 Euro wesentlich niedriger aus als in Westdeutschland mit 1110 Euro. Ebenfalls gut vergütet wurde beispielsweise in den Berufen Mechatroniker/Mechatronikerin mit 1043 Euro (im Westen 1047 Euro, im Osten 1023 Euro), Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen mit 1028 Euro sowie Industriekaufmann/-frau mit 1004 Euro (West: 1008 Euro, Ost: 942 Euro). Vergleichsweise niedrig war die tarifliche Vergütung etwa in den Berufen Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin mit 693 Euro), Bäcker/Bäckerin mit 637 Euro), Florist/Floristin mit 617 Euro (West: 622 Euro, Ost: 587 Euro) und Schornsteinfeger/Schornsteinfegerin, die im Schnitt lediglich 518 Euro erhielten.

Öffentlicher Dienst bezahlt überdurchschnittlich

Auch zwischen den Ausbildungsbereichen gab es im vergangenen Jahr ein deutliches Gefälle beim tariflichen Vergütungsniveau. So wurden Azubis im Öffentlichen Dienst überdurchschnittlich gut bezahlt: Sie erhielten bundesweit durchschnittlich 958 Euro monatlich. Auch in Industrie und Handel lag die tarifliche Ausbildungsvergütung mit 942 Euro über dem Gesamtdurchschnitt (im Westen betrug sie 942 Euro, im Osten 878 Euro). Unter dem Gesamtdurchschnitt lag dagegen die Vergütung in den freien Berufen, wo bundesweit nur 809 Euro erreicht wurden (im Westen 810 Euro und im Osten 773 Euro), außerdem in der Landwirtschaft mit 733 Euro (West: 753 Euro, Ost: 641 Euro) sowie im Handwerk mit 738 Euro (West: 743 Euro, Ost: 678 Euro).

Ausführlichere Informationen zur Ausbildungsvergütung 2017 gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.