UPDATE 15.12.: Wie die Tagesschau berichtet, soll die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung schon ab der kommenden Woche bestehen.
Urspungsmeldung vom 14.12.:
Die Krankschreibung per Telefon bei leichten Erkrankungen – wie sie seit rund einer Woche für Arbeitnehmer wieder möglich ist – soll auch für die Eltern erkrankter Kinder gelten. Das ist jedenfalls der Wunsch von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Er hat laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) in einem Brief aufgefordert, zeitnah eine entsprechende Vereinbarung zu treffen.
Mehr Zeit für kranke Kinder
Für Beschäftigte mit kranken Kindern gibt es zum Jahreswechsel zudem einige Änderungen: Für die Jahre 2024 und 2025 wurde der Kinderkrankengeldanspruch auf bis zu 15 Arbeitstage pro Kind und Kalenderjahr festgelegt. Für Alleinerziehende sind es 30 Arbeitstage statt bisher 20. Die Gesamtzahl der Anspruchstage in den beiden Jahren liegt unabhängig von der Anzahl der Kinder bei 35 Arbeitstagen im Jahr, für Alleinerziehende bei 70 Arbeitstagen.
Zum Hintergrund: Eigentlich hätte nach Auslaufen der Corona bedingten Ausnahmebestimmungen zum 1. Januar 2024 wieder die reguläre gesetzliche Regelung gelten sollen, die den Anspruch auf 10 Arbeitstage und bei mehreren Kindern auf insgesamt maximal 25 Arbeitstage pro Kalenderjahr deckelt (bei Alleinerziehenden 20 Arbeitstage, maximal 50 Arbeitstage bei mehreren Kindern). Die Ausweitung des Kinderkrankengeldanspruches für die Jahre 2024 und 2025 wurde dann aber im sogenannten Pflegestudiumstärkungsgesetz festgeschrieben, das Ende November den Bundesrat passierte.
Zusätzlich wird es einen zeitlich nicht gedeckelten Anspruch auf Kinderkrankengeld geben, wenn die stationäre Mitaufnahme eines Elternteils ins Krankenhaus erforderlich ist. In solchen Fällen wird Kinderkrankgeld ab dem 1. Januar 2024 so lange gezahlt, wie die stationäre Behandlung medizinisch erforderlich ist.
Christina Petrick-Löhr betreut das Magazinressort Talent & Learning sowie die Berichterstattung zur Aus- und Weiterbildung. Zudem ist sie verantwortlich für die redaktionelle Planung verschiedener Sonderpublikationen der Personalwirtschaft sowie den Deutschen Personalwirtschaftspreis.

