RTL übernimmt Sky: Elke Walthelm wird neue CHRO

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Der Medienkonzern RTL Group gab heute Morgen in einer Pressemitteilung bekannt, dass die CHRO und CFO Ingrid Heisserer das Unternehmen „auf eigenen Wunsch im besten gegenseitigen Einvernehmen verlassen“ wird. Sie war Teil der Geschäftsführung von RTL Deutschland.

Ihre Nachfolgerin wird Elke Walthelm, die bisherige COO von Sky Deutschland (DACH). Die Neubesetzung findet innerhalb eines umfassenden Personalwechsels auf der obersten Führungsebene statt. Vor zwei Tagen genehmigte die Europäische Kommission RTL die Übernahme von Sky ohne Auflagen. Darauf folgt jetzt der Beschluss durch RTL, ab Ende Juni 2026 mit dem erwarteten Abschluss der Transaktion das Management umfassend neuzugestalten. Zukünftig wird sich dieses aus Vertretern beider Unternehmen zusammensetzen.

Ingrid Heisserer sprang 2023 als CHRO ein 

Ingrid Heisserer hatte das Amt der CHRO im Jahr 2023 von der scheidenden Xenia Meuser zusätzlich zum Amt der CFO übernommen. In ihrer Rolle führte sie die Restrukturierung des Unternehmens weiter.

Vor RTL sammelte Heisserer in mehr als 15 Jahren bei L’Oréal bereits Erfahrungen im Bereich Finance und Controlling – zuletzt als CFO Germany Austria. Vor ihrer Zeit bei L’Oréal war Heisserer bei Steelcase, einem Hersteller für Büroeinrichtungen und Raumlösungen, im Controlling tätig und arbeitete von Frankreich aus.

Nachfolgerin war zuvor COO bei Sky Deutschland 

Elke Walthelm wird laut Pressemitteilung zentral in die Integration der beiden Unternehmen eingebunden sein. Sie kommt aus ihrer Rolle als Chief Operating Officer von Sky Deutschland, in der sie seit Oktober 2023 die Bereiche Programm, Technologie, Content Operations und Personal verantwortete.

Sie ist bereits seit dem Jahr 2005 für Sky Deutschland tätig. Dort hatte sie bereits verschiedene Führungspositionen inne und wurde im Februar 2016 Executive Vice President Content. Im Jahr 2020 rückte sie in die Geschäftsführung des Unternehmens auf und übernahm noch im selben Jahr zusätzlich die Geschäftsführung von NBC Universal Global Networks Germany.

Sky-Übernahme könnte mehr Stellenabbau bedeuten 

Bereits im Januar hatte der Medienkonzern RTL verkündet, dass unternehmensweit insgesamt 600 von 7.500 Stellen wegfallen werden. Der Abbau stand in Zusammenhang mit den deutlich eingebrochenen Werbeumsätzen. Bereits im Vorjahr hatte RTL eingeräumt, dass diese seit 2019 um 20 Prozent gesunken waren.

Die Übernahme von Sky Deutschland könnte sogar zu weiteren Personalkürzungen führen, wie aus dem Mutterkonzern zu hören ist. Bertelsmann-Chef Thomas Rabe äußerte gestern gegenüber dem Handelsblatt, dass mit der Übernahme von Sky weitere Kürzungen zu erwarten seien. Insbesondere die Kürzung von Doppelstrukturen werde sich auf das Personal auswirken. Dies passiert bei Übernahmen oder Fusionen häufig, denn vor allem Verwaltungsbereiche werden nicht doppelt benötigt.

All diese Themen werden damit zu herausfordernden Aufgaben, denen sich Elke Walthelm nach Amtsantritt witmen muss.

Tonia Schöler ist Volontärin bei der Personalwirtschaft.