Trügerische Nostalgie: Was die Leistungsdebatte für HR bedeutet

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Wir arbeiten zu wenig, wir arbeiten zu ungern, wir arbeiten nicht hart genug. Glaubt man der medialen und politischen Debatte, ist das eine feststehende Tatsache. „Mit Viertagewoche und Work-Life-Balance werden wir den Wohlstand dieses Landes nicht erhalten können“, mahnte Friedrich Merz auf dem CDU-Wirtschaftstag 2025. „Mehr Hunger auf Erfolg“, forderte VW-Chef Oliver Blume Anfang 2025. Wir müssten uns „wieder kollektiv anstrengen“, verlangte Ende 2025 Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, CEO von Trumpf (Eigenschreibweise TRUMPF). Und erst im Februar dieses Jahres gab es eine heftige Debatte um die angebliche „Lifestyle-Teilzeit“, aufgeworfen vom Wirtschaftsflügel der CDU.

All das impliziert, dass es einmal anders war, besser bestellt um die Arbeitsmoral in Deutschland. Die Erwartungen an die Arbeitsleistung seien bezüglich Qualität und Rationalität gestiegen, erklärt Professor Dr. August Sahm von der TU München, dementsprechend auch die Ansprüche der Mitarbeitenden. „Sie wollen nicht nur arbeiten, sondern verlangen interessante, wichtige und wertvolle Arbeit.“ Nur stammt dieses Zitat nicht aus einem aktuellen Linkedin-Post zur Leistungsdebatte, sondern einer Ausgabe der „Personalwirtschaft“ von 1976.

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